Nur jeder vierte CFA-Kandidat reüssiert

Der CFA-Nachweis gilt als erfolgreiche Weiterbildung für Finanzprofis. Die Kaderschmiede kündigt nun ein zusätzliches Programm an.

Während den letzten Prüfungen im vergangenen Jahr drängelten weltweit 49'380 Kandidaten in die Prüfungshallen, um das Zertifikat für einen der drei Level zu bestehen. Im Krisenjahr 2008 schwitzten sogar knapp 500 mehr Kandidaten an den Examina. Dies teilte das CFA-Institut in einem Communiqué mit.

Nur knapp jeder vierte reüssierte letztes Jahr bei Level I, wie das CFA-Institut offiziell mitteilte. Damit pendelt die durchschnittliche Erfolgsquote zwischen 44 und 34 Prozent.

Level 2 und 3: Höhere Erfolgsquote

Die Erfolgsquoten bei den Juni-Prüfungen bei Level 2 und 3 liegen mit 43 Prozent (Level 2) und mit 51 Prozent (Level 3) immerhin etwas höher, wie auf der Webseite des Instituts weiter zu ermitteln ist.

Nebst dem CFA-Programm bietet die CFA-Association seit rund fünf Jahren auch das weniger bekannte «Certificate in Investment Performance Measurement» (CIPM) an. Der Lehrstoff – ein Ebook – wird in «Online-Testcentern» geprüft, die auf mehrere Standorte in der Schweiz und in Deutschland verteilt sind. Die Erfolgsquoten liegen etwas höher als beim CFA. Seit Beginn dieser Fortbildung gibt es allerdings gerade einmal 842 Zertifikate-Besitzer.

Zusätzlicher CFA in der Pipeline

«Das CFA Institut wird mit seinem Angebot 2013 in die Non-Investment Management Education expandieren», lässt das Londoner CFA-Institute weiter verlauten. Näheres will die Organisation erst im kommenden Mai verraten.

Es wird sich jedoch um ein Einstiegsprogramm handeln, das sich an Mitarbeiter beispielsweise aus dem Back- und Middleoffice richtet, die zum Beispiel als Informatiker kein finanzspezifisches Studium mitbringen. Laut dem CFA-Institut gehe es um die Vermittlung von Basis-Finanzkenntnissen. Ein offizieller Name für diesen «Junior-CFA» sei bislang noch nicht bestimmt, schreibt das Karriereportal «eFinancialCareers».

Asiaten stellen mit 40 Prozent den Löwenanteil

Seit 1963 zählt die CFA-Association mehr als 1,5 Millionen Prüfungsteilnehmer aus aller Welt, wovon über 1,1 Millionen auf das zurückliegenden Jahrzehnt entfallen.

Allerdings scheint der CFA in den USA und im asiatisch-pazifischen Raum beliebter als in Europa zu sein. Mehr als 40 Prozent der Einschreibungen entstammen aus der asiatisch-pazifischen Region, mehr als 20 Prozent aus Europa, aus dem Mittleren Osten und Afrika. Der Rest wird Amerika zugesprochen.

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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