Schweizer Fondsvermögen steigt zweistellig

«Das gesamte Schweizer Asset Management wuchs im Gleichschritt und unterstreicht damit seine starke Position als drittgrösster Asset-Management-Standort Europas», sagte Iwan Deplazes, Präsident der Asset Management Association Switzerland (AMAS), an einer Medienorientierung des Verbandes. 

Die zweistelligen Zuwächse im Fondsmarkt ergaben sich in erster Linie aus einer durchschnittlichen Marktrendite von 7 Prozent. Die Neugelder machen mit 46,8 Milliarden Franken nochmals 3 Prozentpunkte aus. Das sei im Vergleich zu den Vorjahren eine deutliche Belebung und übertreffe den globalen Durchschnitt von 2,2 Prozent, heisst es dazu. 

Für den Gesamtmarkt Schweizer Asset Management (mit diskretionären Mandaten) geht die AMAS ebenfalls von einem Zuwachs von insgesamt 10 Prozent aus, womit die verwalteten Vermögen auf 3,75 Billionen Franken stiegen.

Aktien noch vor Obligationen

Am meisten Neugeld floss vergangenes Jahr in Aktienfonds. Hier waren es 22,5 Milliarden Franken. Bei den Obligationenfonds gab es mit 20,2 Milliarden Franken «starke Zuflüsse». Als Folge der anhaltenden Edelmetall-Hausse zogen auch die Rohstofffonds mit 4,4 Milliarden Franken Neugelder. «Die Zuflüsse zeigen, dass Investoren im Jahr 2025 Chancen suchten. Gleichzeitig ist die hohe Nachfrage nach Gold und Edelmetallen ein deutliches Signal, dass Anleger Risiken absichern möchten», kommentierte AMAS-CEO Adrian Schatzmann.

 

 

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Die aktuelle Aufteilung des Fondsmarktes zeigt die Dominanz der UBS. (Grafik: AMAS)

Die Statistik des Verbandes zeigt auch die hohe Konzentration im Fondsmarkt. So baute die UBS ihre Marktführerschaft im Jahresverlauf auf 36,6 Prozent aus - gefolgt von Swisscanto (11,3 Prozent), Blackrock (9,7 Prozent) und Pictet (5,8 Prozent). Alle drei konnten ihren Anteil am Geschäft ebenfalls ausbauen. Insgesamt liegen 74 Prozent der Volumina laut Amas bei den zehn grössten Anbietern.

Neuer Präsident gesucht

Deplazes wird an der Generalversammlung im Juni 2026 nach zwei Amtszeiten wie vorgesehen als Präsident der AMAS zurücktreten. Mit dem Erreichen des statutarischen Amtszeitlimits endet seine Präsidentschaft im Sommer. Die Nachfolge sei in Planung, heisst es dazu. 

CEO Schatzmann sagte: «Iwan Deplazes hat die Schweizer Asset Management-Industrie über Jahre hinweg mit ausserordentlichem Engagement, grosser Fachkompetenz und persönlicher Leidenschaft vertreten. Dafür gebührt ihm grosser Dank und höchste Anerkennung, Wir freuen uns sehr, dass er uns weiterhin im Vorstand mit seinem Netzwerk und seiner Expertise erhalten bleibt.»