Next Generation: Dies sind die wichtigsten Trends

Die Credit Suisse hatte jeweils eine weltweite Umfrage unter jungen Angehörigen von sehr vermögenden Familien durchgeführt. Nun übernahm die UBS das Projekt. Der jüngste Report stützt sich auf 170 Antworten aus zwei Umfragen sowie auf zehn vertiefte Interviews mit Erbinnen und Erben, Gründerinnen und Gründern sowie Führungspersonen der Next Generation.

Mit 49 Prozent stellt Europa den grössten Anteil der Befragten dar, gefolgt von Nordamerika (19 Prozent), Lateinamerika (16 Prozent), Asien-Pazifik (11 Prozent) sowie dem Nahen Osten und Afrika (5 Prozent). Der Frauenanteil liegt insgesamt bei 32 Prozent.

Riesige Summen werden vererbt

Der grösste Teil der befragten Familien verwaltet ihr Vermögen in einem eigenen Family Office (37 Prozent), knapp 30 Prozent setzten auf Vermögensverwalter und 27 Prozent kümmern sich selbst um die Anlagen.

Dabei wird in den kommenden Jahren nochmals sehr viel Geld dazu kommen. Laut dem «Global Next Generation Report» sollen in den kommenden zwei bis drei Jahrzehnten weltweit rund 8300 Milliarden Dollar vererbt werden – so viel wie noch nie zuvor.

«Wir hoffen, dass unser Report Familien und ihren Beraterinnen und Beratern als Orientierung dient, wenn sie sich auf den emotionalen und oft anspruchsvollen Weg der Übergabe an die folgende Generation machen», sagt Benjamin Cavalli, Head Strategic Clients & Global Connectivity bei UBS Global Wealth Management.

Konventionell investiert

Die jüngste Umfrage zeigt: Derzeit ist der grosse Teil des Geldes konventionell angelegt. 8 von 10 befragten investieren in Aktien und Anleihen, rund die Hälfte in Immobilien oder passive Fonds. Weitere 25 Prozent investieren in aktive Fonds und 22 Prozent in «Private Markets». Bei jungen Reichen, die ihr Geld selbst verwalten, investieren laut Umfrage «nur» 11 Prozent in Krypto-Anlagen. «Das deutet eher auf Neugier, als auf eine Überzeugung hin», heisst es dazu im Report. 

Enorme Geschlechter-Unterschiede

Deutlich grösser scheint das Interesse an nachhaltigen Anlagen. Allerdings zeigen sich hier grosse Unterschiede. Bei den Frauen sind 30 Prozent bereits in «Impact» oder ESG-Produkten investiert, bei den befragten Männer nur 7 Prozent. Dazu kommen nochmals 45 Prozent weibliche Anleger die daran interessiert sind und noch mehr darüber wissen möchten. Enorm sind auch die Unterschiede bei der dritten Antwort: «No, this is not on my radar.» Dem stimmen gleich 58 Prozent der befragten jungen Männer zu, mehr als doppelt so viel wie bei den Frauen mit 25 Prozent.

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Quelle UBS 

Peers sind langfristig zentral

Auch bei der Beratung verschieben sich offenbar die Gewichte: Laut Umfrage sind Peers für 27 Prozent die wichtigste Informationsquelle bei Nachfolgeentscheidungen, während klassische Vermögensverwalter auf 21 Prozent kommen. 

In Europa ist der Einfluss der persönlichen Netzwerke mit 35 Prozent noch höher, während beispielsweise in Asien offenbar mehr auf Wealth Managers gesetzt wird, dies mit 43 Prozent der Befragten vor Family Officers mit 29 Prozent. Global nicht so bedeuten beim Nachfolgeprozess sind demnach Steuerberater mit 16 Prozent, oder Anwälte mit 14 Prozent. 

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Quelle UBS