Muss UBS-Chef Sergio Ermotti eine Zusatzrunde drehen?
Bis zum Abschluss des Integrationsprozesses und dann ist Schluss: Zumindest so war bislang stets das Narrativ, wenn es um die Amtszeit von UBS-CEO Sergio Ermotti ging.
Grundsätzlich wäre dieser Zeitpunkt Ende dieses Jahres gekommen. Bis dann, so der Plan der Grossbank, soll der Prozess der Integrierung der Credit Suisse abgeschlossen sein. Zumindest deutet alles drauf hin, dass der Zeitrahmen eingehalten werden kann: Die Arbeiten schreiten zügig voran, selbst bei der Datenmigration erzielt die UBS laufend Fortschritte.
Der richtige Mann für die nächste UBS-Baustelle
Nun soll sich jedoch der Ablöseprozess verzögern. Wie die «NZZ» in ihrer Samstagsausgabe schreibt, will der Verwaltungsrat die Nachfolgeregelung ein wenig nach hinten schieben. Konkret soll Sergio Ermotti über April 2027 hinaus Chef der UBS bleiben und neben dem Integrationsprozess auch noch für die Grossbank den Kampf mit dem Bund gegen eine schärfere Regulierung bis zum Ende austragen.
Die Zeitung beruft sich auf Informationen von Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Im Verwaltungsrat um Präsident Colm Kelleher sei die Einsicht gewachsen, dass der 65-jährige Tessiner der richtige Mann sei, um auf der nächsten Baustelle der UBS aufzuräumen: Es gilt, den Bund davon abzuhalten, dass er im Nachgang des CS-Untergangs der einzigen der Schweiz verbliebenen Grossbank ein zu enges regulatorisches Korsett anlegt.
Erst im Januar dieses Jahres hatte die «Financial Times» berichtet, dass Ermotti im April 2027 abtreten will. Auch in diesem Fall beruft sich die Zeitung auf Personen, die mit der Sache vertraut sein sollen.













