Studie: UBS bleibt digitalste Bank der Schweiz
Insgesamt wurden 47 Banken analysiert, darunter klassische Retailbanken und Digitalbanken. Untersucht wurden laut Mitteilung vom Dienstag 145 verschiedene digitale Funktionalitäten – von Mobile Banking über E-Banking bis hin zu Datenanalyse und Automatisierung. Das waren nochmals 13 Faktoren mehr als bei der letzten von insgesamt sechs Studien. So seien die Ergebnisse nur bedingt mit dem Vorjahr zu vergleichen, heisst es weiter.
Unabhängig von der Bewertungsmethode liegt die UBS klar auf Rang eins. Dahinter folgen die Migros Bank und die VZ Depotbank. Postfinance behauptet sich erneut auf Rang vier, sie hatte sich im Vorjahr stark verbessert.
Trotz Fortschritten bleibt die Spannweite gross: Viele Banken erreichen weniger als die Hälfte der Punktzahl der UBS. Die Studie zeigt zudem, dass grössere Institute tendenziell stärker digitalisiert sind.
ZKB nicht mehr Top 15
Zu den Aufsteigern zählt die Valiant Bank, die sich weiter nach vorne arbeitet. Auch die Luzerner Kantonalbank verbessert sich und rückt in die Top 5 vor. Swissquote schafft als Neueinsteiger auf Anhieb den Sprung unter die besten zehn Banken.
Die grössten Rückschritte verzeichnen Raiffeisen, die St. Galler Kantonalbank, die Banque Cantonale de Genève und die Hypothekarbank Lenzburg. Nicht mehr unter den Top 15 zu finden ist die Zürcher Kantonalbank: Sie belegt nun den 16. Rang im ungewichteten Ranking und wurde aus der Spitzengruppe verdrängt.

Die ersten vier Plätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Mobile Banking wird zum entscheidenden Faktor
Ein zentrales Ergebnis der Studie: Mobile Banking gewinnt weiter an Bedeutung. In einem separaten Ranking mit total 88 Kriterien liegt ebenfalls die UBS vorne, gefolgt von der Migros Bank, der VZ Depotbank und der PostFinance. Schon auf Platz fünf folgt mit Revolut ein rein digitaler Player, die beiden Schweizer Anbieter Neon und Yuh schaffen es ebenfalls in die Top-15 der Spezialauswertung. Dabei gilt etwas Wichtiges zu berücksichtigen: «Wie in den Vorjahren wurde ausschliesslich die Verfügbarkeit digitaler Funktionalitäten analysiert. Qualität und Nutzererlebnis der untersuchten Angebote wurden bewusst ausgeklammert.»
Insgesamt habe Mobile Banking im Funktionsumfang zum klassischen E-Banking aufgeschlossen – ein Zeichen dafür, dass sich «Mobile First»-Strategien zunehmend durchsetze.

Das Ranking für Mobile Banking allein.
Digitalbanken setzen Akzente
Die Studie zeigt auch klare Unterschiede zwischen klassischen Banken und Digitalbanken. Letztere bieten im Schnitt mehr innovative Funktionen, etwa Multiwährungskonten, virtuelle Kreditkarten oder Krypto-Features. Bei traditionellen Banken bestünden dagegen weiterhin Lücken – insbesondere bei neuen digitalen Angeboten.
Insgesamt sei das Angebot an digitalen Funktionen weiter gewachsen. Besonders stark wurde in den Bereichen Kommunikation, Support und Zahlungsverkehr investiert. In Bezug auf ihre Grösse können die VZ Depotbank, Migros Bank, Swissquote, Valiant Holding, Luzerner Kantonalbank, Banque Cantonale Vaudoise und PostFinance als Overperformer im Bereich der Funktionalitätsabdeckung bezeichnet werden.













