Aevis Victoria weist für 2025 erneut Verlust aus

Aevis Victoria hat den konsolidierten Gesamtumsatz 2025 um um 14,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken gesteigert. Die Beteiligungen in den Bereichen Healthcare, Hospitality und Immobilien hätten eine solide operative Performance gezeigt, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Der Nettoumsatz stieg um 13,5 Prozent auf 1,1 Milliarden Franken. Wachstumstreiber war demzufolge die Spitalgruppe Swiss Medical Network (SMN), die ihre Aktivitäten ausgebaut habe. SMN habe ihre Position im Schweizer Gesundheitswesen deutlich gestärkt. Aber auch die Hotellerie- und Immobilientöchter seien gewachsen.

Das konsolidierte EBITDAR ging auf 166,6 Millionen von zuvor 172 Millionen Franken zurück. Das konsolidierte EBITDA belief sich auf 72,5 Millionen (2024: 89.2 Millionen). Die Gruppe weist für das Geschäftsjahr einen konsolidierten Verlust von 25,6 Millionen Franken aus, nach einem Minus von 8,3 Millionen 2024. Als Grund für den Fehlbetrag verweist Aevis vor allem auf das Ausbleiben von M&A-Transaktionen.

Erfolge bei der Strategieumsetzung

2025 sei ein wichtiges Jahr für das Unternehmen gewesen, und es sei von Erfolgen bei der Strategieumsetzung und kontinuierlicher Wertschaffung geprägt worden. Investitionen in künftiges Wachstum hätten die Margen zeitweise beeinflusst.

Im Verlauf des Jahres habe Aevis die Nettoverschuldung um 113,3 Millionen Franken auf 838,9 Millionen reduziert. Die Verschuldungsquote sank von 53,4 auf 49,8 Prozent. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich damit auf 29,1 Prozent. Insgesamt bleibe die Finanzlage von Aevis solide: Etwa die Hälfte der Verbindlichkeiten ist an Immobilien- bzw. Infrastrukturvermögenswerte geknüpft.

Zuversichtlicher Ausblick für das Spitalgeschäft

Für 2026 wird bei SMN mit einer «erneut positiven Entwicklung» gerechnet. Hier wird fürs laufende Jahr ein EBITDA von 75 bis 85 Millionen Franken erwartet sowie die Rückkehr zu einem positiven Reingewinn. Für das Segment Hospitality gibt das Unternehmen «angesichts der naturgemäss begrenzten Vorhersehbarkeit des Geschäfts» keine Guidance ab.

Eine Dividende wird nicht gezahlt.

Die Aevis nahestehende Immobiliengesellschaft Infracore hat diese Woche für Schlagzeilen gesorgt, weil sie mit dem See-Spital in Horgen eine Sale-Lease-Back-Transaktion abgeschlossen hat.