Restrukturierung belastet Ergebnis bei der Banque E. Sturdza
Der operative Verlust der Genfer Privatbank weitete sich im Geschäftsjahr 2025 auf 4,4 Millionen Franken aus, verglichen mit einem Fehlbetrag von 3,1 Millionen im Jahr 2024. Das Nettoergebnis weist einen Verlust von 4,5 Millionen Franken aus (2024: -2,7 Millionen), wie «Finance Corner» am Freitag berichtet.
Per 31.12.2025 beliefen sich die verwalteten Vermögen der Bank auf 3,9 Milliarden Franken, was im Jahresvergleich einem Rückgang von 8,9 Prozent entspricht. Dies erkläre sich insbesondere durch die Übertragung der zuvor von der Bank verwalteten Fonds (500 Millionen Franken) an Eric Sturdza Asset Management. Ohne diesen Transfer wären die verwalteten Vermögen um 2,7 Prozent gestiegen.
Ein weiterer Grund für diesen Rückgang sei eine Änderung der Bilanzierungspraxis der Bank hinsichtlich der über Lombardkredite investierten Beträge gewesen. Diese wurden früher zu den verwalteten Vermögen gezählt und werden nun nicht mehr berücksichtigt.
Tiefere Kosten nach Personalabbau
Aufgrund der vorgenommenen organisatorischen Veränderungen gingen die Betriebserträge auf Ebene der Bank um 7,8 Prozent auf 30,5 Millionen Franken zurück. Parallel dazu sanken auch die Betriebskosten um 7,0 Prozent, hauptsächlich aufgrund des Personalabbaus von 82 auf 55 Mitarbeitende, da zahlreiche Funktionen nun auf Gruppenebene wahrgenommen werden.
Laut den von der Bank erhaltenen Informationen hätten zeigen die ersten Monate des Jahres 2026 eine positive Entwicklung gezeigt. Es seien Nettozuflüssen in Höhe von rund 10 Prozent der verwalteten Vermögen verbucht worden.
Neue Gruppenstruktur und CEOs bei Gruppe und Bank
Bei der Restrukturierung 2024 wurden die Vermögensverwaltungsaktivitäten, die zuvor von E.I. Sturdza Strategic Management in Guernsey und London ausgeübt wurden, in die Schweiz zurückgeführt. Sie wurden von einer neuen Gesellschaft, Eric Sturdza Asset Management SA, übernommen, die im April 2025 die Bewilligung als Verwalterin kollektiver Kapitalanlagen erhalten hat. Diese neue Einheit verwaltet nun die Fonds von E.I. Sturdza Funds und hat sämtliche Vermögensverwaltungsaktivitäten der Gruppe übernommen.
Darüber hinaus wurde eine Holdingstruktur geschaffen (Groupe Eric Sturdza SA), die nun die Banque Eric Sturdza, die Verwaltungsgesellschaft COGES sowie Eric Sturdza Asset Management umfasst. Die Gruppe übernimmt künftig für die übrigen Einheiten sämtliche Corporate-Funktionen wie IT, Human Resources, Kommunikation, nichtbankbezogene Buchhaltung und Compliance.
Eric Sturdza bleibt weiterhin an der Spitze und führt den Vorsitz des Verwaltungsrats der Gruppe. In der Unternehmensführung gab es jedoch einige Änderungen. So schied die Tochter des VRP Micaela Sturdza, die CEO der Bank und der Gruppe war, aus persönlichen Gründen per 31. März 2026 aus ihren Funktionen aus. Neuer CEO der Gruppe ist nun Luca Micheli, während James Buchanan-Michaelson die Rolle des CEO der Bank übernommen hat.













