Die Edelmetalle beflügeln auch die Realunit

Die auf Sachwertanlagen spezialisierte Realunit Schweiz hat ein gutes Jahr hinter sich. Gemäss dem am Donnerstag publizierten Geschäftsbericht konnte die Gesellschaft den Jahreserfolg vor Steuern auf 8,8 Millionen Franken steigern, was mehr als einer Verdoppelung gegenüber dem Ergebnis von 2024 entspricht. Der Hauptertrag wurde dabei durch den Gewinn mit physischem Gold und Silber sowie Unternehmensbeteiligungen erzielt. Allein der Edelmetallerfolg betrug 9,7 Millionen Franken (Vorjahr 4,0 Millionen).

Die Gesellschaft hielt Ende 2025 46,9 Prozent ihrer Anlagen in Edelmetallen (davon etwa zwei Drittel Gold, der Rest in Silber), 8,5 Prozent bar in Frankenbanknoten und rund einen Drittel in Unternehmensaktien. Auf Kryptowährungen entfielen 3,2 Prozent.

Stetige Nachfrage aus Deutschland

Per Ende 2025 betrug  der Net Asset Value (NAV) pro Aktie 1.35 Franken, ein Plus von 17,4 Prozent im Jahresvergleich. Das Nettovermögen stieg im vergangenen Jahr um 36,5 Prozent auf 52,6 Millionen Franken.

Mit 41 Prozent kräftig zugenommen hat der Geschäftsaufwand, was mit höheren Marketingkosten für den Zielmarkt Deutschland sowie dem grösseren Verwaltungsaufwand begründet wird. Offenbar stösst die Werbung auch auf eine gewisse Resonanz: «Die Investmentgesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr eine stetige Nachfrage sowohl nach ihren börsenkotierten Inhaberaktien als auch nach den tokenisierten Namensaktien aus dem nördlichen Nachbarland festgestellt. 

Wertstabil und krisenresistent

Realunit-CEO Daniel Stüssi kommentiert: «Der erfolgreiche Geschäftsabschluss 2025 zeigt, dass sich die Realunit-Sachwertstrategie in Zeiten von geopolitischen Unruhen und Krieg bewährt. Unsere Zielsetzungen Wertstabilität und hohe Krisenresistenz wurden erfüllt.»

Von der unruhigen Geopolitik hat die Anlagegesellschaft auch 2026  profitiert. Der indikative NAV hat am 4. März 1.38 Franken pro Aktie betragen, ein Plus von 9,6 Prozent seit Jahresbeginn.

Die Inhaberaktien der 2017 gegründeten Realunit sind an der BX Swiss kotiert, die Namenaktien sind in Form von Registerwertrechten als Token auf der Ethereum-Blockchain ausgestaltet. Vater der Realunit-Idee ist der frühere Luzerner Privatbankier Karl Reichmuth, der bereits 2001 eine Sachwertanlagestrategie mit dieser Bezeichnung lancierte.