Nicolas Gonet: «Der klassische Privatbankier hat ausgedient»

Nicolas Gonet, Gonet & Cie

Nicolas Gonet, Gonet & Cie

Bis vor kurzem noch selber ein Privatbankier rechnet der Genfer Nicolas Gonet mit dieser Berufsgattung endgültig ab – zum Ärger der verbliebenen Vertreter dieser Zunft, die man allmählich an einer Hand abzählen kann.

Nun streicht eine weitere Privatbank die Segel – zumindest was ihre Rechtsform anbelangt. Das 1845 gegründete Genfer Traditionshaus Gonet & Cie mutiert von Kommandit-Gesellschaft, in der die Teilhaber mit ihrem gesamten Vermögen haften, zu einer Aktiengesellschaft (AG), wie auch finews.ch unlängst berichtete.

«Das Modell der unbeschränkt haftenden Teilhaber scheint mir nicht mehr zeitgemäss», begründet der nunmehrige CEO Nicolas Gonet (Bild links) die Strategieänderung gegenüber der Schweizer Nachrichtenagentur «AWP». Es gelte nun, das neue Paradigma in der Branche anzuerkennen und Transparenz zu schaffen, so Gonet weiter.

Jetzt auch mit Verwaltungsrat

Die Änderung der Rechtsform habe indessen auch Vorteile, betont Gonet, lasse sich doch so die Führung verbessern und erweitern, nicht zuletzt durch die Schaffung eines kompetenten Verwaltungsrats. 

Das diskrete Institut, das seiner Rechtsform entsprechend bislang keine Geschäftszahlen preisgab, wird dies – auf Grund der gesetzlichen Vorschriften – erstmals in seiner Firmengeschichte im Jahr 2017 tun; dannzumal für das laufende Geschäftsjahr. Vorläufig übt sich Nicolas Gonet aber noch in vornehmer Zurückhaltung und sagt lediglich, 2015 habe man einen Nettozufluss an Neugeld verzeichnen können, der aber geringer ausgefallen sei als 2014.

Da waren's nur noch sieben

Bloss eine Zahl ist bislang bekannt: Die Bank musste im Zusammenhang mit dem US-Steuerstreit den amerikanischen Behörden eine Busse von 11 Millionen Dollar bezahlen.

Die Rechtsform einer Gesellschaft mit persönlich haftenden Teilhabern haben noch die Häuser Baumann in Basel, Bordier in Genf, Gutzwiller in Basel, Morgue d'Algue in Genf, Rahn & Bodmer in Zürich sowie Reichmuth in Luzern.

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Die liechtensteinische Bank Frick & Co. hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr 2016 um 11,6 Prozent auf 2,2 Millionen Franken im Vergleich zur Vorjahresperiode gesteigert. In den Folgemonaten erwartet die Bank «substanzielles Neugeschäft» aufgrund der Akquirierung des Zahlungssystem-Anbieters Net 1.

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Valartis

Die liechtensteinische Finanzaufsicht und die Börse Hongkong haben den Verkauf ihrer Liechtensteiner Tochter der Valartis Gruppe an die Citychamp Watch & Jewellery Group genehmigt hat. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2016 abgeschlossen werden.