Was junge Investmentbanker wirklich wollen

(Bild: Flickr)

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Jedes Jahr nimmt die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs ihren Praktikanten den Puls, um herauszufinden, was ihnen im Leben wichtig ist. Das Resultat ist eindeutig – und überrascht trotz allem.

Bei vielen Studienabgängern gilt ein Job bei der US-Investmentbank Goldman Sachs nach wie vor als Sechser im Lotto. Denn die Wahrscheinlichkeit, mit den Dienstjahren zum Millionär aufzusteigen, ist bei den «Goldmännern» hoch – angesichts der nach wie vor stolzen Löhne.

Das Geld ist es denn auch, was Tausende von Praktikanten jedes Jahr motiviert, sich bei Goldman Sachs zu bewerben. Dies, obschon nach den Exzessen der Finanzkrise eigentlich eine Wertewandel hätte erwartet werden können.

Doch der Befund der alljährlich durchgeführten Umfrage unter den Sommer-Praktikanten beim amerikanischen Geldhaus ist eindeutig:

Häuslebauen und chillen

Demnach will die Hälfte der 20- bis 30-Jährigen ein Haus kaufen, bei Praktikanten in den Dreissigern sind es rund 40 Prozent (siehe Grafik). Und Sparen für die Zukunft ist 48 Prozent der Befragten wichtig. 

GS 1 500

Luxusartikel stehen hingegen nicht hoch im Kurs bei den angehenden Jungbankern. Sie bevorzugen stattdessen grössere Investitionen wie Immobilien oder Autos (siehe Grafik). 

GS 2 500 

Auch interessant: um sich zu erholen, bevorzugen die Praktikanten Ferien am Strand (42 Prozent), gegenüber kulturellen Aktivitäten wie Städtereisen (16 Prozent). Dies ist ganz im Sinne ihres Chefs Lloyd Blankfein.

GS 3 500

«Mehr chillen»

Vor kurzem empfahl der Multimillionär Bankern, die am Anfang ihrer Karriere stehen, mehr zu chillen und sich nicht allzu sehr in die Arbeit zu verbeissen. 

Um den Zustrom an Talenten hoch zu halten und als Reaktion auf das ramponierte Image der Investmentbanken hat Goldman Sachs unlängst Massnahmen ergriffen.

Sie versüsste den Einstieg in die Bankenwelt mit einer dicken Lohnerhöhung für die unteren Chargen. Zudem lässt sie neuerdings die besten Talente schneller aufsteigen. So ist der begehrte Titel Vice-President bereits nach fünfeinhalb Jahren zu erreichen – zwei Jahre früher als bisher, wie auch finews.ch berichtete.

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NEWS GANZ KURZ

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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