UBS: Frust für deutsche Kleinanleger

In Deutschland wurde ein UBS-Zertifikat vorzeitig gekündigt – und beschert den Kunden fast Totalverlust. Deutsche Medien sehen Parallelen zu Lehman.

Die Sache wurde die Verbraucherzentrale in Hamburg publik gemacht. Wie weit Anleger deutschlandweit betroffen sind, muss sich noch weisen. Es geht um die Kunden eines UBS-Zertifikats namens «UBS Stars Express»; ihnen droht ein fast totaler Verlust ihrer Investitionen.

Das Zertifikat wurde seit Anfang 2007 verkauft und fusste auf zehn DAX-Aktien. Es hatte aber einen Pferdefuss: Entwickelt sich in der Laufzeit nur eine Aktie negativ, so fliessen weder Zinsen noch nimmt die UBS das Papier zum Einstandspreis zurück.

Zweites Problem: Die Emittentin UBS hatte sich ein Kündigungsrecht in den Ausgabeprospekt geschrieben. So konnte sie die Papiere kündigen, wenn mindestens 75 Prozent der Aktien eines der zu Grunde gelegten Basiswerte von einem Aktionär übernommen würden.

Und da unter den Titeln auch die (inzwischen verstaatlichte) Hypo Real Estate war, stand für die UBS der Rückzahlungswert fest und sie zahlte den laufenden Kurs – das waren Ende 2009 noch 2,62 Euro. Der Kaufpreis lag bei 101 Euro.

Die Sache mit den Nebenwirkungen

Die Verbraucherzentrale Hamburg wendet sich nun gegen die Hamburger Sparkasse Haspa: Deren Berater hätten die Papiere mit völlig falschen Versprechen verkauft.

Deutsche Medien wie «Die Welt», die«Hamburger Morgenpost», «Börse Online» oder «Das Investment» ziehen derzeit regelmässig Vergleiche zum Fall der Lehman-Notes. Dies zum einen, weil die Haspa zuvor schon als aktive Verkäuferin der Lehman-Papiere aufgefallen war. Zum anderen, weil sich auch bei UBS-Stars-Express reihenweise Kleinkunden melden, die jeweils erklären, dass sie in keinster Weise über entscheidende Nebenaspekte informiert worden seien. Und zum dritten, weil auch hier beim Verkauf niemals die Rede von einem Risiko gewesen sei, das vom Emittenten ausgehen könnte.

«Kein Wort des Bedauerns»

«Kein Wort der Erklärung oder des Bedauerns über diesen völlig unerwarteten und dramatischen Verlust. Erst auf Nachfragen wurde ein Stapel Papier zur Verfügung gestellt, der die Emissionsbedingungen enthielt», kritisiert Gabriele Schmitz von der Verbraucherzentrale Hamburg die Haspa.

Die Funktionsweise des Zertifikats und die damit verbundenen Risiken seien den Kunden nicht erläutert worden. «In keinem der uns vorliegenden Fälle wurde auf das vorzeitige Kündigungsrecht der Emittentin hingewiesen», beklagt sich Schmitz über die Haspa.

 

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Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

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Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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