Swissquote spürt Anlegerabstinenz

Der grösste Onlinebroker der Schweiz leidet unter der Zurückhaltung der Investoren. Der Gewinn bleibt deutlich unter Vorjahr. Malta wird zweite Auslanddestination.

Das dünne Handelsvolumen am Aktienmarkt bekommt auch der grösste Onlinebroker der Schweiz nachhaltig zu spüren. Der Geschäftsgang von Swissquote reflektiert auch im dritten Quartal die ausgeprägte Verunsicherung und Zurückhaltung auf Seite der Anleger.

Gesamtertrag auf Niveau von 2008

Im Vergleich zur Vorjahresperiode sanken die Erträge um 14,9 Prozent und der Reingewinn um 30,5 Prozent auf 18,3 Millionen Franken. Swissquote erwartet für das Gesamtjahr einen Ertrag von rund 112 Millionen Franken, etwa gleich viel wie 2008. Zum Vergleich: 2011 hatte der Finanzdienstleister einen Gesamtertrag von 128,4 Millionen Franken erwirtschaftet.

Der Betriebsgewinn schrumpfte im Berichtszeitraum um 33,9 Prozent auf 22,3 Millionen Franken.

Die Ertragsentwicklung von Swissquote spiegelt die Situation an den Kapital- und Währungsmärkten. Sowohl das Kommissions- wie auch das Handelsgeschäft spürte die Flaute an den Märkten. Positiv entwickelt hat sich einzig das im Volumen deutlich kleineren Zinsgeschäft.

Der Gesamtertrag lag in den ersten neun Monaten mit 85,3 Millionen Franken um 14,9 Prozent tiefer als in der Vergleichsperiode des Vorjahres, wie Swissquote in ihrem 9-Monate-Bericht schreibt.

Deutlich weniger Transaktionen der Kunden

Als Folge der stark abgeschwächten Handelsaktivität von nur noch 11,4 Transaktionen pro Kunde und Jahr — im Vorjahr waren es noch 16,5 Transaktionen gewesen — sank der Kommissionsertrag um 22,8 Prozent. Das Handelsgeschäft (eForex) verzeichnete einen Ertragsrückgang von 12,9 Prozent.

Der Betriebsaufwand konnte gegenüber dem Vorjahr zwar um 5,3 Prozent reduziert werden, was aber nach  Angaben der Swissquote nicht ausreichte, um den deutlich schwächeren Gesamtertrag zu kompensieren.

Eine positive Entwicklung verzeichnete Swissquote in der Gesamtzahl der Konten, die sich um 9,2 Prozent auf 201'357 erhöhte. Auch das Depotvermögen verzeichnete eine Zunahme, und zwar um 17,7 Prozent auf 8,57 Milliarden Franken.

Swiss DOTS  entwickelt sich gut

Die  Volumen der Ende Mai 2012 von Swissquote in Zusammenarbeit mit Goldman Sach und UBS lancierten Swiss DOTS (Swiss Derivates OTC Trading System) steigen nach Mitteilung von Swissquote laufend.  Im Oktober wurden 7'600 Transaktionen durchgeführt, was 15 Prozent aller Transaktionen mit Hebelprodukten an der Scoach entspricht.

Aus Malta ganzen EU-Raum bearbeiten

Im Rahmen  der Expansionspolitik hat Swissquote im Oktober 2012 in Malta den zweiten Standort ausserhalb der Schweiz eröffnet. Swissquote Europe hat von der Malta Financial Services Authorities eine Cat. 3 Lizenz erhalten und kann damit dank dem EU-Passporting ihre Forex-Dienstleistungen in allen EU-Mitgliedstaaten ohne Einschränkung vermarkten.

Malta  ist nach Dubai (Cat. 4 Lizenz) der zweite Auslandstandort. Das werde es Swissquote ermöglichen, sowohl in europäischen Märkten als auch im Mittleren Osten und Asien Fuss zu fassen, teilt das Unternehmen mit.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

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