Ermittlungen gegen die Deutsche Bank

Am Mittwoch hat es Durchsuchungen bei der Deutschen Bank durch Beamtinnen und Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) gegeben. Dabei seien die Zentrale der Bank in Frankfurt am Main sowie ein Standort des Geldhauses in Berlin ins Vizir genommen worden, wie das deutsche Nachrichtenportal «Der Spiegel» berichtet.

In Frankfurt hätten am Morgen um kurz nach 10:00 Uhr etwa 30 Ermittler in Zivil den Sitz der Bank an der Taunusanlage betreten.

Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main gegenüber dem Portal mitteilte, führe die Behörde «gegen bislang unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter der Deutschen Bank» ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche.

Demnach soll die Bank in der Vergangenheit Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften unterhalten haben, die verdächtigt werden, «zum Zwecke der Geldwäsche eingesetzt worden zu sein». Weitere Angaben machte die Staatsanwaltschaft nicht.

Kooperieren uneingeschränkt

«Wir bestätigen, dass die Frankfurter Staatsanwaltschaft in unseren Geschäftsräumen vor Ort ist», erklärte ein Bank-Sprecher gegenüber «Bloomberg» in einer per E-Mail verschickten Stellungnahme. «Die Bank kooperiert uneingeschränkt mit der Staatsanwaltschaft. Wir können keine weiteren Kommentare abgeben.»

Die Deutsche Bank musste in den vergangenen Jahren mehrfach Bussen wegen verspäteter Geldwäscheverdachtsmeldungen zahlen. Die Finanzaufsicht Bafin hatte von 2018 bis Ende 2024 bei der Bank einen Sonderbeauftragten zur Kontrolle der Fortschritte eingesetzt.

Die grösste deutsche Bank präsentiert am morgigen Donnerstag ihr Jahresergebnis.