Acrevis leidet unter tieferem Zinsertrag
Acrevis hat für das vergangene Jahr 2025 einen Gewinn von 21,6 Millionen Franken ausgewiesen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 4,1 Prozent, wie den am Freitag veröffentlichten Zahlen zu entnehmen ist. Der Geschäftserfolg verringerte sich um 5,8 Prozent auf 29,6 Millionen Franken.
Die Volumen in den Kerngeschäften Finanzieren und Anlegen stiegen markant, ebenso die Kundengelder, betont die Bank. Die Rückkehr zur Nullzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank SNB wirkte sich hingegen auf den Zinsüberschuss und damit auf das Jahresergebnis aus.
Der Brutto-Zinserfolg lag um 12 Prozent tiefer bei 46,7 Millionen Franken, insbesondere infolge des Rückgangs beim Zins- und Diskontertrag (–25.1 Prozent auf 59.1 Millionen Franken). Dieser konnte nicht vollständig durch den ebenfalls gesunkenen Zinsaufwand kompensiert werden, der um 49 Prozent auf 14,1 Millionen zurück ging.
Der Kommissionsertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft erhöhte sich hingegen um 6,5 Prozent auf 27,1 Millionen Franken. Das gesamte Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft wuchs um 5,5 Prozent auf 28,8 Millionen Franken.
Tiefere Kosten
Auf der Kostenseite sank der Geschäftsaufwand um 1,9 Prozent auf 52,5 Millionen. Während der Sachaufwand fast konstant blieb machten sich bei den Personalkosten geringere Erfolgsbeteiligungen infolge des gesunkenen Geschäftserfolgs bemerkbar, wie es heisst.
Mit einer hohen Kapitalquote von 19,20 Prozent (Vorjahr 18.45 Prozent) sei die Acrevis Bank solide aufgestellt und liege weiterhin deutlich über der regulatorischen Mindestvorgabe.
Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Dividende von 38 Franken pro Aktie, nach noch 40 Franken im Vorjahr.
Veränderungen im Verwaltungsrat
Verwaltungsratspräsident Stephan Weigelt tritt per Generalversammlung 2026 nach acht Jahren zurück. Als sein Nachfolger wurde Patrick Vogler bestimmt, der seit 2022 im Verwaltungsrat tätig ist. Als neues Mitglied wird Marco Gehrig vorgeschlagen. Der Professor für Accounting und Controlling an der Ostschweizer Fachhochschule OST ist eidg. dipl. Wirtschaftsprüfer und bringe breite Erfahrung aus der Banken- und Prüfungspraxis mit.















