Acrevis und Regiobank Männedorf fusionieren

Die Acrevis Bank und die Regiobank Männedorf (RBM) schliessen sich zusammen. Vorbehaltlich der Zustimmung des Aktionariats beider Unternehmen sowie der Finma, soll die Transaktion in Form einer Absorptionsfusion bis Mitte Jahr erfolgen.

Dabei wird die RBM in Acrevis integriert und soll neu als «Acrevis Bank Männedorf» firmieren.

Transaktionsvolumen von 25,8 Millionen Franken

Als erster vorbereitender Schritt ist bei Acrevis ein Aktien-Split von 1:5 geplant. Das bedeutet, dass alle Acrevis-Aktionäre pro Acrevis-Aktie fünf Aktien erhalten. Im Zuge der Transaktion sollen dann die RBM-Aktionäre pro RBM-Aktie 17 Acrevis-Aktien erhalten sowie einen Barausgleich von 200 Franken.

Die RBM-Bewertung liege damit 29,9 Prozent über dem volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten 60 Börsentage. Das Transaktionsvolumen betrage 25,8 Millionen Franken.
Acrevis finanziert die Transaktion überwiegend mittels Kapitalerhöhung aus dem bestehendem Kapitalband.

Der Zusammenschluss vereine zwei Banken, die sich beide durch eine starke regionale Verankerung, ein ähnliches Geschäftsmodell und eine gemeinsame Wertebasis auszeichnen, heisst es zu den Gründen der Fusion. Ziel sei es, die Stärken beider Institute zu bündeln und unter dem Dach der Acrevis Bank weiterzuentwickeln.

RBM ist die kleinste Bank der Region Zürichsee. Sie beschäftigt 11 Mitarbeitende und verfügt über eine Bilanzsumme von 439,7 Millionen Franken. Die Kundengelder belaufen sich auf 296,7 Millionen Franken und die Kundenausleihungen auf 351,3 Millionen (per Mitte 2025).

Dennoch biete sie ein umfassendes Dienstleistungsspektrum an, wie es weiter heisst. Dieses reicht vom klassischen Kontosortiment über Hypotheken und fundierte Anlageberatung bis hin zu Firmenkrediten.

Acrevis ist zehnmal grösser

Die Acrevis Bank mit Sitz in St. Gallen hatte per Mitte 2025 eine Bilanzsumme von 5,1 Milliarden Franken, Kundengelder von 3.7 Milliarden und Kundenausleihungen von 4.2 Milliarden. Hier arbeiten rund 190 Mitarbeitende an acht Geschäftsstellen zwischen Bodensee und Zürichsee.

Der Zusammenschluss ermögliche RBM eine attraktive Zukunft innerhalb einer grösseren, leistungsfähigen Organisation. Insbesondere kleinere Banken würden durch den anhaltenden regulatorischen und technologischen Wandel vor wachsende Anforderungen gestellt, heisst es weiter. Man habe die Option eines Zusammenschlusses frühzeitig und mit Blick auf die Interessen der Aktionärinnen und Aktionäre, der Kundinnen und Kunden und der Mitarbeitenden frühzeitig geprüft, schreibt RBM.

Alle Mitarbeitenden sollen weiterbeschäftigt werden. Das auf die Region zugeschnittene Angebot, die vertraute Nähe und persönlicher Betreuung bleibe bestehen. Die RBM wird künftig als Niederlassung unter dem Namen Acrevis Bank Männedorf aktiv sein.

Damit erweitert Acrevis sein Marktgebiet am Zürichsee. Hier ist die Bank bereits in Rapperswil-Jona, Lachen SZ und Pfäffikon SZ präsent.

«Die Zusammenführung ermöglicht es uns, die Marktpräsenz zu erweitern und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu stärken», sagt Acrevis-VR-Präsident Stephan Weigelt. «Die bewährten Werte und die regionale Nähe zu den Kunden der RBM bilden das Fundament für eine erfolgreiche Integration.» Der Schritt ergänze die bestehende Ausrichtung der Bank sinnvoll. Acrevis verfüge zudem über die erforderliche Struktur, Organisation und Kapitalbasis, um diesen Schritt nachhaltig und erfolgreich umzusetzen.

20260213 Vertragsunterzeichnung acrevis RBM1

Von links: RBM-CEO André Häberling und VRP Thomas Stäheli sowie Acrevis-VRP Stephan Weigelt und CEO Michael Steiner (Bild: zVg)

Um die Fusion zu genehmigen, sollen die RBM-Aktionärinnen und Aktionäre darüber an der Generalversammlung am 26. März 2026 abstimmen. Bei Acrevis steht die GV am 27. März 2026 an.

Die Fusion soll bis Mitte Jahr abgeschlossen sein und dann rückwirkend per 1. Januar 2026 wirksam werden.