J.P. Morgan kann bei Ertrag und Gewinn zulegen

J.P. Morgan Chase hat im ersten Quartal einen Gewinn von 16,5 Milliarden Dollar erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 13 Prozent und liegt über den Erwartungen. Der Gewinn pro Aktie stieg auf 5.94 Dollar von 5.07 Dollar im Vorjahresquartal.

Ein brummendes Handelsgeschäft hat der US-Bank überraschend viel Gewinn beschert. Weil die Erträge stärker stiegen als erwartet, sprang der Überschuss im Jahresvergleich nach oben, wie das grösste Geldinstitut der USA am Dienstag mitteilte.

Der Umsatz im Bereich Markets stieg im ersten Quartal um 20 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar und war ein wichtiger Motor für das Ergebnis der Bank. Ein ähnliches Bild hatte sich bereits gestern beim Ergebnis von Goldman Sachs gezeigt.

Die Einnahmen aus dem Fixed-Income-Geschäft stiegen um 21 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar, während das Aktiengeschäft um 17 Prozent auf 4,5 Milliarden zulegte.

Bankchef Jamie Dimon verwies auf die stabile US-Konjunktur. «Die US-Wirtschaft zeigte sich im Quartal weiterhin widerstandsfähig, da die Verbraucher nach wie vor Einkommen erzielten und ausgeben und die Unternehmen weiterhin in guter Verfassung waren. Mehrere positive Faktoren stützen diese Widerstandsfähigkeit, darunter verstärkte fiskalische Anreize, die Vorteile der Deregulierung, KI-getriebene Kapitalinvestitionen und die Wertpapierkäufe der Fed.»

Zudem warnte er jedoch vor den Folgen von Kriegen und der konfliktreichen Weltlage. «Gleichzeitig gibt es eine Reihe von immer komplexer werdenden Risiken – wie geopolitische Spannungen und Kriege, Schwankungen der Energiepreise, Handelsunsicherheiten, hohe globale Haushaltsdefizite und überhöhte Vermögenspreise. Auch wenn wir nicht vorhersagen können, wie sich diese Risiken und Unsicherheiten letztendlich auswirken werden, sind sie bedeutend und unterstreichen, warum wir das Unternehmen auf ein breites Spektrum von Umfeldern vorbereiten.»