Trafina Privatbank mit neuem VR und weniger Gewinn
Nach 15 Jahren im Verwaltungsrat ist Ulrich Vischer laut Mitteilung nicht mehr zur Wahl angetreten. An der Generalversammlung wurde er im dreiköpfigen Leitungsgremium durch Thomas Weibel ersetzt. Als renommierter Anwalt, welcher bei der Kanzlei Vischer seit 2011 als Partner tätig ist, verfügt er über grosse und langjährige Erfahrung im Wirtschaftsrecht, mit besonderem Fokus auf die Finanzindustrie, heisst es dazu.
Weibel ist seit 2024 Präsident des Stiftungsrats der Sophie und Karl Binding Stiftung, welche zu den grösseren Aktionären der Bank gehört und auch den Standort im Basler Gellertquartier teilt. Seit 2004 kontrolliert die Basler Privatbank Baumann & Cie Banquiers knapp zwei Drittel der Aktien. Je 10 Prozent gehören Sabine Duschmalé-Oeri und Dominik Nussbaumer. Die übrigen 15 Prozent Anteile halten die Sophie und Karl Binding Stiftung, Jean-Nicolas Fahrenberg, Michael Dreier und Matthias Wirz.
Michael Dreier kam Anfang des Jahres in die Geschäftsleitung der Trafina Privatbank und beteiligte sich vor kurzem als Partner mit 3 Prozent an der Bank. Er blickt auf über 30 Jahre Bankerfahrung, davon 20 Jahre in verschiedenen Führungspositionen bei der Raiffeisengruppe, zurück.
Mehr Neugeld
Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete die Trafina Privatbank laut dem jüngsten Geschäftsbericht einen Gewinn von rund 2,8 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr sind dies gut 24 Prozent weniger. Allein im Zinsgeschäft sanken die Erträge um gut 1 Million Franken.
«Dank eines Netto-Neugeldzuflusses von über 85 Millionen Franken und einer erfreulichen Rendite bei bestehenden Anlagegeldern, erhöhten sich die betreuten Kundenvermögen um 216 Millionen Franken auf einen neuen Höchststand von 1,71 Milliarden Franken», schreibt Verwaltungsrats-Präsident Andreas Sarasin im Jahresbericht.
Die kleine Bank beschäftigt 12 Personen, die sich 10,5 Vollzeitstellen teilen. Laut dem Geschäftsbericht lag der Personalaufwand 2025 bei 3,3 Millionen Franken. Das Kernkapital der Bank liegt bei «komfortablen» 24 Millionen Franken beziehungsweise knapp 16 Prozent der (ungewichteten) Bilanzsumme. Auf eine weitere Zuweisung an die gesetzliche Gewinnreserve wird verzichtet, da diese mehr als 50 Prozent des Aktienkapitals beträgt, heisst es unter anderem.
Die Aktionäre erhalten wie im Vorjahr eine Dividende von insgesamt 3,25 Millionen Franken.














