Babysitter gesucht? Coutts fragen

Die verbliebene Coutts will ihrem Ruf als Privatbank für Grossbritanniens Reichste wieder gerecht werden. Das Institut ist nun Butler, Reiseagentur und Vermittlerin für Hausangestellte in einem.

Die britische Coutts Privatbank durchläuft eine schwierige Phase: Sie schreibt hohe Verluste wegen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, ihr internationaler Arm wurde an die Union Bancaire Privée verkauft, ihr Mutterhaus Royal Bank of Scotland (RBS) unterzieht sich einer radikalen Schrumpfkur und kämpft nach der Teilverstaatlichung um die Wiederherstellung von Ruf und Unabhängigkeit.

Kundenbindungs-Massnahmen sind darum das Gebot der Stunde. Aus diesem Grund startet die Privatbank nun mit einem Concierge-Service für ihre wertvollsten Kunden.

Digitaler VIP-Service

Diese Art von VIP-Service ist bei grösseren Wealth Managern gang und gäbe: Kunden beziehen alle möglichen Arten von Zusatzdienstleistungen, sei es die Buchung von Flügen, Hotels oder Restaurants, die Vermittlung von Tickets, beispielsweise für ein Champions-League-Finale oder die Bregenzer Festspiele.

Coutts präsentiert nun eine weitere Innovation dieses Concierge-Services: Dieser ist 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche online und über alle möglichen digitalen Kommunikationskanäle kontaktier- und verfügbar.

Auto kaufen, Handwerker vermitteln

Die exklusiven Services, welche Coutts anbietet, gehen wirklich weit: Da sind die beschriebenen Reise-Hilfestellungen. Will der Kunde übers Wochenende nach Verbier zum Skifahren? Kurzfristig noch einen Tisch in einem Sterne-Restaurant? Coutts organisiert das.

Hat der Kunde ein neues Auto im Auge? Coutts sucht den Händler und reserviert den Wagen. Aber vielleicht ist im Londoner Townhouse des Kunden gerade eine Sanitäranlage verstopft? Coutts vermittelt einen Handwerker.

1 Million Dollar – im Monat

Der Hund braucht Auslauf, die Eltern benötigen kurzfristig einen Babysitter? Auch hier hilft der Concierge-Service von Coutts. Laut Coutts entspricht dieser Online-Service dem Wunsch von Kunden, die laufend mehr Flexibilität und Zugänglichkeit erwarteten.

Die Exklusivität dieses Services ist auch tatsächlich sichergestellt. Nur Kunden mit einer Silk Card – die exklusivste Kreditkarte von Coutts – erhalten Zugang zum Concierge.

Und welcher Kunde hat Anrecht auf eine Silk Card? Jeder, der mindestens eine Million Dollar auf dem entsprechenden Konto zur Verfügung hat – monatlich versteht sich.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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