Swiss Re: Jacques Aigrain geht, Stefan Lippe kommt

Nach den massiven Verwerfungen der letzten Monate handelt die Swiss Re. Der gescheiterte CEO Jacques Aigrain geht. Auf ihn folgt Stefan Lippe. Genügt das? 

Stefan Lippe ist 53 Jahre alt und deutscher Staatsbürger. Er ist im Gegensatz zum Investmentbanker Jacques Aigrain ein ausgewiesener Rückversicherungsexperte, der seit 25 Jahren bei der Swiss Re arbeitet. Er wird die Führung offiziell bam 18. Februar 2009 übernehmen. Bis dahin herrscht eine Übergangsphase, während der Aigrain noch an Bord ist, wie das Unternehmen mitteilte.

Der Wechsel kommt nicht ganz überraschend, nachdem der einstmals mächtige und hoch erfolgreiche Rückversicherungskonzern wegen waghalsiger Spekulationen an den Finanzmärkten massiv in die Verlustzone gerutscht war. Die Swiss-Re-Aktie verlor innert Jahresfrist mehr als 80 Prozent ihres Wertes; klar, dass nun Konsequenzen folgen mussten.

Jacques Aigrain Stefan Lippe

Aigrains Abgang in der Gerüchteküche

Bereits vor Wochenfrist meldete finews.ch, dass in der Branche über einen Abgang Aigrains gemunkelt wurde und nannte auch den potenziellen Nachfolger: Stefan Lippe.

Ob es damit allerdings getan ist, ist fraglich. Denn verantworten muss die Krise der Verwaltungsrat, geführt von Peter Forstmoser und Vizepräsident Walter Kielholz. Sie beide boten in den letzten Monaten aber überzeugende Leistung.

Vgl. auch: Kielzholz und Forstmoser jetzt massiv unter Druck.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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