Valiant: Auf Rekordgewinn folgt Stellenabbau
Valiant hat den Konzerngewinn im 2025 um 2,9 Prozent auf 154,7 Millionen Franken gesteigert. Damit habe die Bank den höchsten Gewinn in ihrer Geschichte verzeichnet, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.
Der Geschäftserfolg sank hingegen um 3,4 Prozent auf 225,5 Millionen Franken. In Anbetracht des sehr starken Vorjahresergebnisses habe sich der Geschäftsertrag um nur 0,4 Prozent auf 549,5 Millionen Franken reduziert.
Solides Zinsgeschäft
Wachstum wurde beim Kundengeld, den Depotvermögen und auch den Ausleihungen erzielt. Trotz des Niedrigzinsumfeldes sei das Zinsgeschäft solide gewesen, heisst es in der Mitteilung.
Die Kundenausleihungen insgesamt stiegen um o,7 Prozent auf 30,4 Milliarden Franken, davon waren 29,1 Milliarden Hypothekarforderungen, ein Plus von 1,6 Prozent. Auch die Kundengelder legten um 1,6 Prozent auf 22,8 Milliarden Franken zu. Die Depotvermögen erhöhen sich um 13,0 Prozent.
Der Netto-Zinserfolg verbesserte sich um 1,0 Prozent auf 396,3 Millionen Franken. Die Zinsmarge habe 1,09 Prozent betragen. Valiant verweist dabei auf sein aktives Bilanz-Strukturmanagement.
Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erhöht sich um 6,0 Prozent und beträgt 98,6 Millionen Franken. Der Ertrag aus dem Handelsgeschäft war hingegen rückläufig und lag rund 19 Prozent tiefer auf 41,0 Millionen Franken. Der übrige ordentliche Erfolg steigt um 10 Prozent auf 13,6 Millionen. Dazu hätten insbesondere höhere Erträge aus Beteiligungen beigetragen.
Geschäftsaufwand nur leicht höher
Die Kosten stiegen nur leicht um 0,4 Prozent auf 301,3 Millionen Franken. Der Personalbestand und die Lohnsumme stiegen. Entsprechend wuchs der Personalaufwand mit 1,0 Prozent etwas deutlicher. Sie Sachkosten sanken trotz Investitionen in Digitalisierung und neue Angebote leicht.
Den Reserven für allgemeine Bankrisiken werden insgesamt 35 Millionen Franken zugewiesen. Damit stärke Valiant ihr Eigenkapital. Mit einer Kapitalquote von 17,2 Prozent liege man deutlich über den regulatorischen Vorgaben.
Effizienzprogramm mit Stellenreduktion
Die Bank hat ein Programm zur Erhöhung der operativen Effizienz gestarte. Das werde im Rahmen der «Strategie 2029» umgesetzt. Dabei werden Kosteneinsparungen von «mindestens 15 Millionen Franken» angepeilt, sowohl bei den Personal- und den Sachkosten. Damit schaffe man Spielraum für zukünftiges Wachstum, wird CEO Ewald Burgener in der Mitteilung zitiert.
Im Rahmen des Kostenprogramms soll es auch zu einer Reduktion der Mitarbeitendenzahl um 80 Vollzeitstellen kommen. Die Umsetzung erfolge schrittweise im Laufe der nächsten zwei Jahre und soll möglichst über natürliche Fluktuation erfolgen, heisst es.
Aktienrückkäufe und höhere Dividende
Damit überschreitet Valiant die selbst definierte Obergrenze der Kapitalbandbreite. Der Verwaltungsrat hat deshalb ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen. Über die Dauer von drei Jahren sollen Valiant Aktien in der Höhe von maximal 75 Millionen Franken zurückgekauft werden. Zudem wird die Dividende um 20 Rappen auf 6.00 Franken angehoben.
CEO wechselt 2027 in den Verwaltungsrat
Zudem plant die Bank die Nachfolge von VRP Markus Gygax. CEO Ewald Burgener wird mit der Generalversammlung 2027 seine Funktion abgeben und soll als Mitglied in den Verwaltungsrat gewählt werden. Gygax wird an der Generalversammlung 2028 nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Nach der einer Cooling-Off-Periode soll dann Burgener das Präsidium übernehmen.

Valiant-CEO Ewald Burgener. (Bild: zVg)
Diese Lösung wurde mit der Finanzmarktaufsicht Finma abgestimmt, heisst es weiter. Sie trage sowohl einer guten Unternehmensführung als auch den Interessen der Bank Rechnung. Die Nachfolgeregelung des CEO ab Mai 2027 werde umgehend angegangen.














