Allunity lanciert ersten MiCAR-kompatiblen Franken-Stablecoin
Der in Frankfurt domizilierte Finanztechnologieanbieter Allunity will den ersten voll mit der EU-Regulierung MiCAR kompatiblen Stablecoin auf den Franken lancieren. Der Stablecoin mit dem Kürzel CHFAU soll dazu dienen, globale Zahlungen und Abwicklungen sowie programmierbare Anwendungsfälle zu unterstützen, wie der Mitteilung vom Montag zu entnehmen ist.
Allunity ist ein Gemeinschaftsunternehmen von DWS Group, Flow Traders und Galaxy für eine digitale Zahlungsinfrastruktur und war bislang vor allem auf europäischer Ebene mit dem E-Euro (EURAU), einem regulierten, euro-denominierten Stablecoin in Erscheinung getreten.
Für den digitalen Zahlungsverkehr konzipiert
Die Markteinführung des vollständig mit Sicherheiten in Franken gedeckten CHFAU soll noch im Februar erfolgen. Der Stablecoin ist so konzipiert, dass er rund um die Uhr sofortige grenzüberschreitende Abrechnungen und eine nahtlose Integration für regulierte Finanzinstitute, Treasuries, Fintechs und Unternehmenskunden in ganz Europa und darüber hinaus ermöglichen soll.
Allunity-CEO Alexander Höpfner erläutert die Motivation für den Schritt: «Banken, Unternehmen und Firmenkunden verlangen zunehmend nach stabilem, programmierbarem Geld, das sofort, sicher und transparent transferiert werden kann und gleichzeitig innerhalb der bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen funktioniert.» Der Franken-Stablecoin sei entwickelt worden, um dieser Nachfrage gerecht zu werden und biete eine solide Grundlage für institutionelle Abwicklungen, Treasury-Operationen und On-Chain-Liquidität.
Zentral versus dezentral
Der CHFAU ist nicht der erste Franken-Stablecoin. Bereits seit März 2023 existiert der Frankencoin (ZCHF), auf den letzte Woche auch die ersten Finanzprodukte begeben wurden. Hinter dem ZCHF steht allerdings eine andere Philosophie als hinter dem CHFAU: Beim Frankencoin gibt es nämlich keinen zentralen Emittenten. Vielmehr basiert er auf einem dezentralen, regelbasierten System von Smart Contracts auf der Ethereum-Blockchain. Jeder, der eine geeignete Sicherheit hinterlegt, kann damit selber ZCHF schöpfen.
Bezüglich Regulierung zentral emittierter Stablecoins ist die Schweiz gegenüber der EU ins Hintertreffen geraten.
Während in der EU seit Anfang 2025 die Markets in Crypto-Assets Regulation MiCAR in Kraft ist, sind entsprechende Gesetzesgrundlagen, welche die Entfaltung dieses Bereichs fördern sollen, in der Schweiz erst in der Vernehmlassung – sie läuft noch bis zum 6. Februar.














