Zinsgeschäft trübt das Ergebnis der Freiburger Kantonalbank
Der Reigen der Bankabschlüsse ist im vollen Gange. Am Donnerstag hat auch die Freiburger Kantonalbank (FKB) ihr Jahresergebnis vorgelegt, das drittbeste in ihrer Geschichte. Der Reingewinn ist gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozent auf 154 Millionen Franken gesunken. Die Bilanzsumme hat sich um 2,7 Prozent auf 29,5 Milliarden Franken erhöht, wie der Medienmitteilung vom Donnerstag zu entnehmen ist.
Einen Dämpfer vermeldet die auch als Banque Cantonale de Fribourg (BCF) firmende Kantonalbank im Zinsgeschäft und damit bei ihrem Hauptertragspfeiler. Der Erfolg schrumpfte um 20,6 Prozent auf 267,2 Millionen Franken. Den Rückgang des Bruttoerfolgs um 13,2 Prozent auf 305,5 Millionen Franken wird auf die im Zuge der lockeren Geldpolitik sinkende Verzinsung der bei der Nationalbank gehaltenen Sichtreserven zurückgeführt.
Anstieg der Wertberichtigungen
Den Anstieg der Wertberichtigungen für Ausfallrisiken (um immerhin 151,5 Prozent auf 38,3 Millionen Franken), der den Erfolg ebenfalls trübt, kommentiert die FKB in ihrem Communiqué nicht.
Die Hypothekarforderungen nahmen um 3,9 Prozent zu und liegen nun über 20 Milliarden Franken (20,6 Milliarden). Das Plus bei den Kundeneinlagen auf der Passivseite beträgt 2,4 Prozent (knapp 17 Milliarden Franken).
Branchenüblicher Zuwachs im Kommissionsgeschäft
Im Kommissions-, Vermögensverwaltungs- und Dienstleistungsgeschäft erwirtschaftete die Kantonalbank 45,9 Millionen Franken, was einem für diese Sparte derzeit durchaus branchenüblichen Zuwachs von 8,3 Prozent entspricht. Im Handelsgeschäft resultierte ein Plus von 3,5 Prozent. Die 12,2 Millionen Franken setzen sich gemäss FKB hauptsächlich aus Devisenerträgen zusammen.
Kräftig gewachsen ist der Geschäftsaufwand, der sich nun auf 140,2 Millionen Franken beläuft. Die Personalkosten nahmen 4,1 Prozent zu, der Sachaufwand erhöhte sich um 10,7 Prozent. Die Bank habe ihren Personalbestand ausgebaut, die Modernisierung ihres Hauptsitzes und ihres Niederlassungsnetzes vorangetrieben und verstärkt in Innovationen, die Digitalisierung und die Vereinfachung von Prozessen investiert, lautet die Begründung.
Ausschüttung und Steuern
Die FKB wird 75,5 Millionen Franken (Vorjahr: 98 Millionen) ausschütten.
Aber das ist noch nicht alles, wie die Bank vorrechnet: «Zusammen mit den Steuern an den Kanton, die Gemeinden und die Pfarreien beträgt die Überweisung zugunsten der öffentlichen Körperschaften 84,2 Millionen Franken.»















