MBaer Merchant Bank: Schwere Vorwürfe der US-Behörden
Das US Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) hat die MBaer Merchant Bank heute als primäres Risiko für Geldwäscherei eingestuft und schlägt Massnahmen gegen das Zürcher Institut mit. Dies schreibt die Finanzmarktaufsicht Finma am Donnerstagabend; die Finma steht in dem Fall mit der Bank und dem FinCEN in Kontakt.
Konkret soll US-Banken untersagt werden, für die MBaer Merchant Bank oder in deren Namen Korrespondenzkonten zu eröffnen oder zu führen. Die vorgeschlagene Massnahme des FinCEN befindet sich aktuell in öffentlicher Vernehmlassung.
Beschwerde gegen Finma-Verfügung
Das Zürcher Institut ist bereits länger auf dem Radar der Finma. Dabei ging es unter anderem auch um Verstösse gegen die Geldwäschereivorschriften sowie Risikomangement im Zusammenhang mit Sanktionen. Die Finma hat vor drei Wochen ein entsprechendes Enforcementverfahren gegen die Bank abgeschlossen.
Eine entsprechende Verfügung ist noch nicht rechtskräftig, da die Bank dagegen vor Bundesgericht Beschwerde eingereicht hat. «Für die Dauer des Gerichtsverfahrens wurden vom Gericht flankierende Massnahmen angeordnet. Aufgrund des hängigen Beschwerdeverfahrens war es der Finma nicht möglich, bei der MBaer Merchant Bank AG eigene Massnahmen umzusetzen. Ein Prüfbeauftragter der Finma ist nun als Monitor eingesetzt», hält die Finma in ihrer Mitteilung fest.
MBaer Merchant Bank schaltet US-Anwälte ein
Die MBaer Merchant Bank teilte in einer ersten Stellungnahme mit, dass sie die Mitteilung des FinCEN zur Kenntnis nimmt und sich erst nach Rücksprache mit ihren US-Anwälten dazu äussern will. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass die Verfügung der Finma nicht rechtskräftig ist. MBaer kooperiere weiterhin vollumfänglich mit den zuständigen Behörden und unterstütze die Tätigkeit des eingesetzten Prüfbeauftragten.
Im Weiteren weist die Bank darauf hin, dass sie über eine solide Kapital- und Liquiditätsbasis verfügt und ihre Geschäftstätigkeit im Rahmen des Möglichen weiter fortführen will. «Die Interessen ihrer Kundinnen und Kunden sowie die Einhaltung regulatorischer Vorgaben haben für MBaer oberste Priorität», heisst es in der Stellungnahme.














