LUKB mit Wachstum im ersten Quartal

Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat im ersten Quartal 2026 den Gewinn gesteigert. Der Geschäftserfolg in den ersten drei Monaten des Jahres wuchs um 3,5 Prozent auf 90,0 Millionen Franken, wie die LUKB am Freitag mitteilt.

Der Konzerngewinn belief sich auf 80,1 Millionen Franken, was einem Plus von 4,5 Prozent zum ersten Quartal des Vorjahres entspricht.

Die Bank sieht ihre eigene Prognose übertroffen. «Wir haben den Schwung aus dem erfolgreichen Jubiläumsjahr mitgenommen und können ein erfreuliches Quartalsergebnis vorlegen. Und dies, obwohl der Start ins Jahr auf der geopolitischen Ebene von überraschenden negativen Ereignissen überschattet ist», wird CEO Daniel Salzmann in der Mitteilung zitiert. «Dank unserer Ertragsdiversifikation, unserer Kostendisziplin und unseres professionellen Bilanzmanagements werfen uns auch solch unberechenbare Ereignisse nicht aus der Bahn.» Am Ausblick für das Gesamtjahr hält die Kantonalbank trotz der erhöhten Unsicherheiten fest.

Höherer Nettoerfolg im Zinsgeschäft

Der Geschäftsertrag verbesserte sich um 5,0 Prozent auf 182,6 Millionen Franken. Der Nettoerfolg im Zinsengeschäft legte um 4,1 Prozent auf 118,4 Millionen Franken zu. In einem Umfeld sinkender Zinsen habe das aktive Zinsmanagement zu dem Erfolg beigetragen, heisst es weiter.

Die Kundenausleihungen wuchsen im Quartal um 0,9 Prozent auf 46,8 Milliarden Franken. Damit bleibe «weiterhin Spielraum für Wachstum», heisst es. Auf Jahresbasis nennt die LUKB hier eine Zielmarke von 3,5 bis 5,5 Prozent Wachstum.

Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft verbesserte sich der Erfolg mit plus 11 Prozent auf 38,6 Millionen Franken deutlich. Hier habe man vor allem von höheren Erträgen aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft profitieren. Bei den Mandaten strebt die Bank im Gesamtjahr ein Wachstum um mindestens 1,2 Milliarden Franken an. Hier sei man gegenüber der strategischen Planung sogar «etwas voraus».

Abgenommen hat demgegenüber der Erfolg im Handelsgeschäft mit minusv4,9 Prozent auf 23,5 Millionen Franken.

Kosten stigen etwas stärker

Bei den Kosten war der Anstieg mit 5,8 Prozent auf 83,9 Millionen Franken etwas kräftiger als der Ertrag. Hier machten sich höhere Personal- und Sachkosten bemerkbar. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis blieb mit 45,3 Prozent (GJ 2025: 46,1 Prozent) unter der selbstgesetzten Marke von maximal 50 Prozent.
Ausblick trotz Unsicherheit bestätigt

Das Management rechnet damit, dass Konjunktur, Inflation und Aktienmärkte dürften vom Iran-Krieg beeinflusst werden. Die LUKB rechnet aufgrund der steigenden Energiepreise kurzfristig mit einer höheren Inflation. Solange der Krieg räumlich und zeitlich begrenzt bleibe, wird aber noch ein moderates Wachstum der Weltwirtschaft für dieses Jahr prognostiziert. Mit einer Erhöhung der Leitzinsen wird nicht gerechnet und die Schweizer Wirtschaft sei robust.

Die bisherige Guidance wird bestätigt. Der zinsunabhängige Erfolg soll demnach mindestens 240 Millionen Franken betragen und der Konzerngewinn mit mindestens 295 Millionen Franken stabil bleiben. Auch die mittelfristigen Ziele werden bestätigt.