Partners Group wächst 2025 zweistellig

Partners Group hat im Geschäftsjahr 2025 trotz eines weiterhin verhaltenen Transaktions- und Fundraising-Marktes deutlich zugelegt. Wie der Baarer Private-Markets-Spezialist am Mittwochabend mitteilte, flossen im vergangenen Jahr insgesamt 30,2 Milliarden Dollar an neuen Assets zu, womit die Vermögensbasis per Jahresende auf 184,9 Milliarden Dollar anwuchs. Dies entspricht einem Plus von 21 Prozent gegenüber 2024.

Die Nettozuflüsse lagen mit 26,2 Milliarden Dollar über dem Vorjahreswert. Bestimmender Treiber waren erneut massgeschneiderte Mandate und Evergreen-Lösungen, die zusammen rund 72 Prozent des Mittelaufkommens ausmachten. Die restlichen 28 Prozent entfielen auf traditionelle geschlossene Fondsprogramme. 

«Wir haben unsere Ziele für 2025 mit zweistelligem Wachstum bei Fundraising, Investments und Realisationen erreicht. Damit haben wir uns gegen den allgemeinen Branchentrend in einem herausfordernden Geschäftsumfeld behauptet», sagt CEO David Layton.

Strategie der Joint Ventures zahlt sich aus

Partners Group nutzt seit mehreren Jahren verstärkt strategische Partnerschaften mit Finanzinstituten zur Skalierung seiner Produktdistribution. 2025 wurden unter anderem Kooperationen mit Deutsche Bank, PGIM und Generali Investments geschlossen – jeweils mit Fokus auf Evergreen-Fonds, multi-asset Private-Markets-Portfolios oder Secondaries. Weitere Vereinbarungen folgten mit Lincoln Financial, Erste Asset Management, BBVA Asset Management und Perpetual Group. Das Management sieht in diesen Joint Ventures einen strukturellen Wachstumspfad über die eigenen Vertriebskanäle hinaus.

Aktien, Credit und Infrastruktur legen zu

Nach Assetklassen entfielen die höchsten Mittelzuflüsse auf Private Credit (+9,6 Mrd. Dollar), Private Equity (+8,2 Mrd. Dollar) sowie Infrastruktur (+5,6 Mrd. Dollar). Infrastruktur erreichte mit einer Fünfjahres-CAGR von knapp 18 Prozent das höchste Wachstumsniveau im Portfolio. Mit dem Zukauf des Immobilienmanagers Empira steuerte der Real-Estate-Bereich zusätzlich 4 Milliarden Dollar bei.

Investitionen und Exits deutlich gesteigert

Operativ profitierte die Gruppe von einem robusten Portfolio. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 27 Milliarden Dollar investiert, nach 22 Milliarden im Vorjahr. 65 Prozent entfielen dabei auf Direktbeteiligungen, darunter Investments in indische Nichtbank-Kreditgeber sowie in den US-Stromversorger Life Cycle Power, der vom Nachfrageanstieg rund um Rechenzentren und Industrieproduktion profitiert. 

Auf der Exitseite realisierte Partners Group 26 Milliarden Dollar, ein Plus von 47 Prozent gegenüber 2024. Die Verkäufe betrafen hauptsächlich Pre-2022-Vintages mit überschaubarer Bewertungsunsicherheit. Zu den grössten Transaktionen zählte der vollständige Ausstieg aus PCI Pharma Services, einem Biologics-CDMO, den Partners Group über eine Dekade aufgebaut hatte.

Fondsnachfrage bleibt hoch

Für das laufende Jahr erwartet die Gruppe ein Brutto-Fundraising zwischen 26 und 32 Milliarden Dollar. Gleichzeitig dürften Tail-Down-Effekte aus auslaufenden Programmen 10 bis 13 Milliarden Dollar ausmachen. Die Guidance für Performance Fees im Jahr 2026 bleibt am unteren Ende der Langfristspanne, nachdem sich Teile der erfolgsabhängigen Gebühren bereits ins 2025 vorverschoben haben.

Partners Group bestätigt zudem das mittelfristige Ziel, die Assets under Management bis 2033 auf 450 Milliarden Dollar zu erhöhen. Wachstumstreiber sollen neben Joint Ventures die geografische Expansion in Asien und dem Nahen Osten sowie die Weiterentwicklung der Evergreen-Strukturen sein 

Der vollständige Finanzbericht 2025 wird am 10. März 2026 publiziert.