«Independent Wealth Manager Summit»: Studie sorgt für Novum in der Schweiz
«Bei den Banken findet man alle wichtigen Zahlen mittlerweile online, bei den Vermögensverwaltern sieht es ganz anders aus. Hier weiss man, es gibt aktuell 1309 von der Finma-bewilligte Vermögensverwalter, sonst gibt es keine wissenschaftliche Untersuchung», sagt Christoph Künzle, Dozent an der Fachhochschule ZHAW. Die Studie wird am 19. März 2026 veröffentlicht.
Die Branche sei bekanntlich verschwiegen, umso erfreulicher ist für ihn der hohe Rücklauf der umfassenden Befragung. Insgesamt 200 Antworten gingen ein, davon waren 30 unvollständig oder fehlerhaft. «170 ausgewertete Befragungen ergeben einen sehr guten Überblick über die aktuelle Lage und die grössten Herausforderungen. Eines der wichtigen Themen wird zum Beispiel die Nachfolge sein. Aber zu viel will ich vor der Veröffentlichung nicht verraten», sagt Künzle.
Die Studie beleuchtet speziell die Themen «Wachstum und Effizienz» von Schweizer Vermögensverwaltern anhand von sechs Themenfeldern:
- Schweizer Markt für UVV
- Verwaltete Vermögen und Kunden
- Mitarbeiter
- Operations und Technologie
- Profitabilität
- Unternehmensnachfolge und Zukunft der Industrie
Nachfolgeregelung wird wichtig
Die Umfrage wird unterstützt von Aquila. Für Aquila-CEO Jürg Furrer ist speziell das Thema Nachfolge wichtig. «Bei uns liegt der Altersschnitt derzeit bei 58 Jahren, das zeigt, dass hier in den nächsten Jahren recht viel passieren wird, zumal die Anforderungen ständig steigen», sagt der Chef der grössten Plattform unabhängiger Vermögensverwalter. Man wolle noch besser verstehen, wo «der Schuh drücke und wie können wir hier aktiv unterstützen», sagt der Aquila-Chef auf eine entsprechende Frage. «Der Event im Zunfthaus zu Meisen wird sicher spannend, und wir freuen uns über den regen Austausch mit den Gästen», ergänzt Furrer.
Die Studie wird zusammen mit dem Verband Schweizerischer Vermögensverwalter am ersten Independent Wealth Manager Summit am Mittwochabend, 18. März 2026, im Zürcher Zunfthaus zur Meisen vorgestellt. «Es haben sich schon mehr Vermögensverwalter interessiert, als wir überhaupt Plätze haben», erläutert Organisator Künzle. Man wolle den Anlass aber bewusst exklusiv halten.
An einer Podiumsdiskussion werden bekannte Gäste zu den Studienergebnissen und Herausforderungen der Branche Stellung nehmen: so beispielsweise Vivien Jain (VSV), Patrick Stauber (Marcuard Heritage), Alain Gallati (Pictet), Carine Frick-Delaloye (Aquila), Nikolett Venesz (Henley & Partners) und Thomas Bossard (Stellar Executive Search). «Dank der Kooperation mit finews können sich alle Interessierten aktuell informieren: Die Studie steht ab dem 19. März gleich in vier Sprachen als PDF zum Download bereit.»















