Büronachfrage reagiert sensibel auf Lage

Die innerhalb von drei Monaten verfügbaren Büroflächen verharrten laut Mitteilung vom Dienstag schweizweit bei 2,07 Millionen Quadratmetern. Das entspricht 4,2 Prozent des Bestandes. Dabei hätten sich die Verfügbarkeiten jedoch unterschiedlich entwickelt: Städte und Vororte zeigen sich stabil bis rückläufig, während die Büroverfügbarkeit der Restschweiz um 0,5 Prozentpunkte von 2,9 Prozent im ersten Quartal 2025 auf 3,4 Prozent im ersten Quartal 2026 zugelegt hat.

Diese Stabilität täusche darüber hinweg, dass innerhalb der letzten zwölf Monate bei Vermietungen nur noch ein durchschnittlicher Quartalsumsatz von rund 440'000 Quadratmetern Bürofläche verzeichnet werden konnte. Dieser lag über das ganze Jahr 2024 hinweg noch bei rund 540'000 Quadratmetern. 

immo

Grössere Differenzen

Mit Ausnahme der Stadt Basel verweilt die Büroverfügbarkeit in den Stadtgebieten der fünf grössten Schweizer Zentren auf einem niedrigen Niveau – im Durchschnitt bei 3,6 Prozent in den CBDs (Central Business Districts) respektive 3,5 Prozent in den Stadtgebieten ausserhalb der CBDs. Damit bleibe die Nachfrage in städtischen Lagen konstant gut.

Die Städte Zürich (3,2 Prozent), Genf (3,8 Prozent), Bern (3,0 Prozent) und Lausanne (2,7 Prozent) zeichneten sich durch ein «attraktives Marktumfeld aus». In Basel bleibt das Büroangebot mit 5,1 Prozent überdurchschnittlich. Das Basler Angebot habe im Vergleich zum Vorjahresquartal, wo dieses noch bei 5,9 Prozent lag, jedoch bereits eine deutliche Erholung verzeichnet. 

«Lagesensitive Nachfrage»

Auch die Verfügbarkeitsquote in den Vororten der Schweizer Grossstädte ist seit deren raschen Anstieg im Jahr 2023 nach einer Phase erhöhter Bautätigkeit langsam, aber stetig rückläufig. Per erstes Quartal 2026 beläuft sich diese auf durchschnittlich 8,5 Prozent. Die Vororte profitierten allgemein von wenig verfügbaren und teuren Flächen in den Innenstädten sowie einer weiterhin reduzierten Neubautätigkeit.

Dadurch vermochte sich das Angebot trotz tiefer Vermietungsumsätze weiter zu reduzieren. Anders in den peripheren Büromärkten der Restschweiz, wo die Verfügbarkeitsquote zwar vergleichsweise tief ist, aber seit dem Tiefstwert von 2,0 Prozent per erstes Quartal 2023 stetig auf aktuell 3,4% angestiegen ist, bezeichnend für die zunehmend «lagesensitive Nachfrage.»