Partners Group plant zwei Aktienklassen bei Investment-Trust

Die Aktien des Investment-Trusts «Partners Group Private Equity Limited» (PGPE) werden an der Londoner Börse gehandelt. Der unabhängige Verwaltungsrat der Gesellschaft hat nun die Einführung einer Struktur mit zwei Aktienklassen vorgeschlagen, wie es in einer Mitteilung der Partners Group heisst, die den Trust verwaltet.

Diese Lösung biete den Aktionären die Wahl zwischen einer fortgesetzten Beteiligung an der langfristigen Strategie der Gesellschaft und einem definierten Weg zu Liquidität, wobei bestimmte Fristen definiert werden.

Der Vorschlag ziele darauf ab, die anhaltenden Abschläge auf den inneren Wert (NAV) zu reduzieren, mit denen die überwiegende Mehrheit der in Grossbritannien notierten Investmentfonds, insbesondere Private-Equity-Vehikel, seit ihrer Notierung gehandelt wird, schreibt das Unternehmen.

«Continuing Ordinary Shares» oder «Realization Shares»

Die Aktionäre können sich entweder für «Continuing Ordinary Shares» entscheiden, die weiterhin der bestehenden Strategie des Unternehmens folgen, oder für «Realization Shares», mit denen Investitionen im Laufe der Zeit verwertet und Erlöse ausgeschüttet werden, ohne dass neue Investitionen getätigt werden.

Um die Grösse und Liquidität des fortbestehenden Vehikels zu erhalten, sollen die «Realization Shares» auf 30 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals begrenzt werden. Bei vollständiger Inanspruchnahme würde das etwa 250 Millionen Euro entsprechen.

Der unabhängige Vorstand von PGPE betrachte den Vorschlag daher als ausgewogene Lösung für eine Minderheit der Aktionäre, die Liquidität anstreben, während für die übrigen Aktionäre das langfristige Investitionspotenzial des Unternehmens gewahrt bleibt.

Die Details des Vorschlags sollen im dritten Quartal 2026 veröffentlichen werden und einer Generalversammlung zur Abstimmung vorgelegt werden. Sollte dieser angenommen werden, könnte die Aufteilung in zwei Aktienklassen im vierten Quartal 2026 in Kraft treten, heisst es weiter.

In den vergangenen Wochen hatte es in den Medien Meldungen über Rückzahlungsbeschränkungen bei Evergreen-Fonds der Partners Group gegeben, was den Aktienkurs des Unternehmens stark belastet hatte. Dabei handelt es sich um offene Fonds ohne Laufzeitbeschränkung.

Beim PGPE handle es sich jedoch nicht um eine offene Fondsstruktur.