Family Offices: Geopolitik ist nun das grösste Risiko
Der Global Family Office Report von J.P. Morgan basiert auf einer Umfrage unter 333 Family Offices aus 30 Ländern. Das durchschnittliche Nettovermögen der Teilnehmer liegt bei rund 1,6 Milliarden US-Dollar. Geopolitische Unsicherheit hat demnach die Inflation als grösstes Risiko abgelöst: 74 Prozent der nicht amerikanischen Family Offices nennen Geopolitik als ihre Hauptsorge, in den USA sind es dagegen nur 57 Prozent. Gemäss der Befragung sind es dort die Zinsen, die Inflation und das Wirtschaftswachstum, die vorab beschäftigen.
Family Offices, die besonders besorgt über die Inflation sind, investieren fast 60 Prozent ihres Kapitals in Alternatives – rund 20 Prozent über dem globalen Durchschnitt. Sie favorisieren dabei Hedge Funds und Immobilien. Interessanterweise sind nur 28 Prozent laut der Umfrage in Gold investiert, bei Kryptos sind es 11 Prozent.
Die Portfolios der 333 Family Offices ergeben laut der Studie folgende Durchschnitte: 38,4 Prozent sind in klassische Aktien angelegt, 30,8 Prozent fliessen in Private Investments (davon 9,8 Prozent Private Equity, 7,4 Real Estate, 3,3 Growth Equity & Venture Capital). Dazu kommen im Schnitt 14,8 Prozent Fixed Income, 7,8 Prozent Cash und 4,7 Prozent Hedge Funds. Während 65 Prozent der befragten Family Offices angeben, KI-Investments zu priorisieren, haben 57 Prozent kein Exposure in Growth Equity oder Venture Capital.
Steigende Komplexität treibt Outsourcing
Die durchschnittlichen jährlichen Betriebskosten eines Family Office liegen bei 3 Millionen Dollar, bei Offices mit über 1 Milliarde Dollar Assets steigen sie auf 6,6 Millionen Dollar. Während 40 Prozent weniger als 1 Million Dollar jährlich ausgeben, investieren 11 Prozent mehr als 7 Millionen Dollar. Davon geht im Schnitt rund ein Viertel an externe Dienstleister.
80 Prozent lagern Teile des Portfoliomanagements aus, bei Offices mit über 1 Milliarde Dollar lagert über ein Drittel mehr als die Hälfte des Portfolios aus. Am häufigsten geschah dies bei Legal Services (52 Prozent), Trading und Market Execution (45 Prozent) sowie Cybersecurity (38 Prozent).
Bei Family Offices mit eigenen Operating Companies sehen 53 Prozent die Nachfolgeplanung als Top-Thema. Laut der Umfrage haben 86 Prozent aller Family Offices keinen klaren Nachfolgeplan für wichtige Entscheidungsträger.















