Commerzbank übertrifft Gewinnziel und will weitere Aktien zurückkaufen

«2025 war für die Commerzbank ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr, und wir möchten unsere Investorinnen und Investoren an diesem Erfolg teilhaben lassen. Insgesamt geben wir 2,7 Milliarden Euro an Kapital zurück und damit sogar etwas mehr, als wir ursprünglich versprochen hatten», sagte Firmenchefin Bettina Orlopp bei der vorzeitigen Präsentation der Ergebnisse

Die Commerzbank gibt wie früher angekündigt 100 Prozent ihres Nettoergebnisses vor Restrukturierungsaufwendungen und nach dem Abzug von Zinszahlungen für AT-1-Anleihen an ihre Eigentümer zurück. Dafür beschloss der Vorstand ein weiteres Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 540 Millionen Euro. Der Rückkauf soll am 12. Februar starten und bis zum 26. März abgeschlossen sein.

Erst im Dezember abgeschlossen

Wegen dieses Beschlusses gab die Commerzbank die wichtigsten Kennzahlen des Jahres 2025 bereits am Dienstag vorab bekannt – und nicht wie ursprünglich geplant am Mittwoch. Das Institut hatte bereits im Dezember 2025 einen Aktienrückkauf in Höhe von einer Milliarde Euro abgeschlossen. Zudem will sie den Aktionären eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie bezahlen, deutlich mehr als die 65 Cent im Vorjahr.

Die Bank hat im vergangenen Jahr etwas mehr Gewinn gemacht als zuvor erwartet. Das Nettoergebnis belief sich auf 2,63 Milliarden Euro und lag damit trotz Restrukturierungsaufwendungen beinahe auf dem Niveau des Vorjahres. 

Bisher hatte der Konzern ein Ergebnis von 2,4 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Analysten waren im Schnitt von 2,54 Milliarden Euro ausgegangen. Rechnet man die Restrukturierungsaufwendungen heraus, sei der Gewinn um 13 Prozent auf drei Milliarden Euro gestiegen, erklärte die Commerzbank. Die Aktie stieg um gut 1,3 Prozent.

Hohe Ziele

2024 hatte die Commerzbank mit knapp 2,7 Milliarden Euro den höchsten Gewinn ihrer Geschichte erzielt. Um die Attacke der italienischen Grossbank Unicredit abzuwehren, hatte sich der Commerzbank-Vorstand ehrgeizige Renditeziele und höhere Dividenden vorgenommen. Zudem will die Bank bis Ende 2027 etwa 3’900 Vollzeitstellen streichen, 3’300 davon in Deutschland. Dafür hatte der Konzern einmalig Kosten von 700 Millionen Euro veranschlagt.