Aargauische Kantonalbank verdient deutlich weniger
Der Geschäftserfolg der Aargauischen Kantonalbank (AKB) beläuft sich auf 238,7 Millionen Franken und liegt mit dem Rückgang von 19,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr laut der Bank leicht über den Erwartungen. Der Jahresgewinn beträgt 197,2 Millionen Franken, das sind 21,5 Prozent weniger als 2024.
Die Kundenausleihungen wuchsen laut Mitteilung vom Dienstag um 5 Prozent auf 29,0 Milliarden Franken. Die Depotbestände der AKB-Kunden liegen erstmals über 20 Milliarden Franken.
Nach den ertragsmässig sehr erfolgreichen Jahren 2023 und 2024, die durch das positive Zinsumfeld geprägt waren, erfolgte nun nicht unerwartet ein Rückgang von 87,8 Millionen Franken oder 20,2 Prozent im Brutto-Zinserfolg. Der Nettoerfolg im Zinsgeschäft hat um 18 Prozent abgenommen und beläuft sich auf 345,8 Millionen Franken.
Zweistelliges Wachstum im Kommissionsgeschäft und Handel
Der zweitgrösste Erfolgspfeiler – das Kommissionsgeschäft – wuchs laut der Bank um «erfreuliche» 9,8 Millionen Franken auf 99,3 Millionen Franken. Der Anstieg resultiert primär aus den gesteigerten Erträgen im Wertschriften- und Anlagegeschäft. Mit 14,3 Prozent nahm der Handelserfolg noch etwas stärker zu und liegt nun bei 30,8 Millionen Franken.
Der Personalaufwand stieg um 2,2 Prozent auf 149,4 Millionen Franken. Per Jahresende erhöht sich die Zahl der Vollzeitstellen um 4,8 Prozent auf 878.
Gesunkener Sachaufwand
Der Sachaufwand sei durch Fokussierung und Kostendisziplin um beachtliche 5,5 Prozent auf 92,4 Millionen Franken reduziert werden. Die Reduktionen betreffen vor allem IT-Kosten, die über 40 Prozent des Sachaufwandes ausmachen, sowie die Marketing- und Kommunikationsausgaben. Die Reduktionen im Sachaufwand führen insgesamt zu einem 0,9 Prozent tieferen Geschäftsaufwand von 241,8 Millionen Franken.
Die Cost-Income-Ratio steigt damit von 44,8 auf 50,3 Prozent. Dies ist leicht über den strategischen Zielen der Bank.
Weniger Ausschüttung
Der Bankrat beantragt dem Regierungsrat zuhanden des Grossen Rats eine Ausschüttung an den Kanton Aargau von 100 Millionen Franken, gegenüber 114 Millionen Franken im Vorjahr. Zusammen mit der Abgeltung der Staatsgarantie in Höhe von 15,2 Millionen Franken erhält der Kanton Aargau für das Geschäftsjahr 2025 eine Gesamtentschädigung von 115,2 Millionen Franken. Zusätzlich bezahlt die AKB 11,6 Millionen Franken Steuern an ihre Standortgemeinden. Insgesamt fliessen somit 126,8 Millionen Franken (−10,5 Prozent) an die öffentliche Hand.
AKB profitiert von Basel III final
Die Gesamtkapitalquote unter den neuen Eigenmittelvorschriften Basel III final erhöht sich auf 19,5 Prozent (+0,8 Prozentpunkte), trotz des grossen Aktivwachstums. Die AKB profitiert laut eigenen Angaben von ihrem mässig belehnten, mehrheitlich selbstbewohnten und qualitativ hochstehenden Kreditportfolio, das unter Basel III final tiefere Risikogewichte erhalten hat.
Die Gesamtkapitalquote gemäss der Eigentümerstrategie erhöht sich auf 17,6 Prozent und liegt weiterhin im strategischen Zielband von 16 bis 20 Prozent.














