Tiefere Zinsen belasten operatives Ergebnis der Neuenburger Kantonalbank
Die Banque Cantonale Neuchâtelois (BCN) hat 2025 mit einem Reingewinn von 54,2 Millionen Franken abgeschlossen und damit fast unverändert (-0,1 Prozent) zum Vorjahr.
Im operativen Ergebnis machten sich jedoch die Zinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank SNB und die damit verbundene tiefere Marge bemerkbar. Der Geschäftserfolg ging um gut 18 Prozent auf 78,6 Millionen Franken zurück, wie dem am Mittwoch publizierten Jahresabschluss zu entnehmen ist.
Zugelegt im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft
Der Nettoerfolg im Zinsgeschäft lag mit 122,7 Millionen Franken um 7,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Bank verwies auf das unvorteilhaft tiefe Zinsniveau. Tiefere Wertberichtigungen für Ausfallrisiken bremsten den Rückgang.
Die Hypothekarausleihungen wuchsen per Ende Jahr um 2,8 Prozent auf 8,75 Milliarden Franken, und die Einlagen der Kunden lagen um 11 Prozent höher auf 7,04 Milliarden.
Demgegenüber legte der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 2,4 Prozent auf 32,1 Millionen Franken zu und der Erfolg aus den Handelsgeschäft wuchs um 10 Prozent auf 12,7 Millionen Franken.
Einmalbelastungen bei den Kosten
Der Geschäftsaufwand zog mit 12 Prozent auf 88,0 Millionen Franken deutlich an. Mehr Personal und das neue Organisationsmodell hätten die Personalkosten um 5 Prozent steigen lassen. Die sonstigen Betriebsaufwendungen sind stark gestiegen. Der Anstieg um 7,5 Millionen Franken (+22 Prozent) sei zu zwei Dritteln auf einmalige Posten im Zusammenhang mit ausserordentlichen Unterstützungsmassnahmen und Aktionen zugunsten der Kunden zurückzuführen. Der Restbetrag sei auf die IT-Wartungs- und -Betriebskosten sowie auf die Kosten für Sicherheit und die Einhaltung eines sich schnell und ständig weiterentwickelnden Regulierungsrahmens zurückzuführen, schreibt die BCN weiter.
Die Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken belief sich auf 26,7 Millionen nach 42,3 Millionen im Vorjahr.
Für das laufende Jahr äussert sich das Management zurückhaltend. Die Erträge dürften in etwa stabil gehalten werden, wobei der erwartete Rückgang bei der Zinsmarge durch andere Aktivitäten ausgeglichen werden sollte. Entsprechend wird ein stabiles oder allenfalls leicht tieferes operatives Ergebnis erwartet.














