Clientis-Gruppe verzeichnet Gewinnrückgang

Die Clientis-Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr ihr Kerngeschäft weiter gestärkt. Die Hypothekarforderungen der 14 Regionalbanken stiegen um 4,7 Prozent auf 12,2 Milliarden Franken, während die Kundengelder um 6,6 Prozent auf 10,9 Milliarden Franken zunahmen. Dadurch erhöhte sich der Kundendeckungsgrad auf 85,2 Prozent, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen hervorgeht.

Gruppengewinn ging um 5,4 Prozent zurück

Trotz des anspruchsvollen Marktumfelds konnte die Gruppe ihren Betriebserfolg leicht um 0,6 Prozent auf 201,5 Millionen Franken steigern. Treiber war insbesondere das Anlagegeschäft: Die entsprechenden Erträge legten um 15 Prozent zu.

Unter dem Strich erzielte die Clientis-Gruppe jedoch mit 60,3 Millionen Franken einen 5,4 Prozent tieferen Gewinn als im Vorjahr. 

«Wir investieren gezielt in moderne Technologien und effiziente Prozesse, um unsere Regionalbanken auch künftig erfolgreich und wettbewerbsfähig zu positionieren», sagt Clientis-CEO Matthias Liechti.

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Clientis-CEO Matthias Liechti. (Bild: zVg)

Zinsgeschäft nach wie vor zentral

Das Zinsgeschäft blieb mit einem Anteil von 76 Prozent am Gesamterfolg der wichtigste Ertragspfeiler. Die Bruttozinsspanne sank wegen den tiefen Zinsen um fünf Basispunkte auf 1,01 Prozent, wodurch der Nettozinserfolg um 0,9 Prozent zurückging (152,3 Millionen Franken).

Positiv entwickelte sich dagegen das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, das um 7,6 Prozent auf 27,7 Millionen Franken wuchs. Das Depotvolumen erhöhte sich dank Neugeldern und Börsenentwicklung um 12,3 Prozent auf 3,87 Milliarden Franken.

Höhere Eigenkapitalquote

Im Kreditgeschäft blieb die Gruppe ihrer konservativen Risikopolitik treu. Die Kundenausleihungen stiegen um 4,0 Prozent auf 12,7 Milliarden Franken, wobei rund 98 Prozent der Kredite durch Grundpfand oder andere Sicherheiten gedeckt sind.

Auch die Kapitalbasis der Clientis-Gruppe präsentiert sich weiterhin robust. Das Eigenkapital stieg um 3,8 Prozent auf 1,439 Milliarden Franken. Die Gesamteigenmittel-Quote liegt bei 20,5 Prozent und übertrifft damit die regulatorischen Anforderungen von 12,6 Prozent.