LGT schreibt einen Rekordgewinn
Der Bruttoerfolg der Gruppe stieg laut Mitteilung vom Dienstag 2025 gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent auf 2,90 Milliarden Franken, wozu seit dem zweiten Halbjahr auch das akquirierte Private-Advice-Geschäft der Commonwealth Bank of Australia beigetragen habe.
Der Kommissions- und Dienstleistungserfolg, die mit Abstand wichtigste Ertragsquelle der LGT, erhöhte sich um 12 Prozent auf 1,97 Milliarden Franken und widerspiegle die gestiegene Vermögensbasis sowie «eine höhere Kundenaktivität».
Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft und sonstige Ertrag legte ebenfalls um 12 Prozent auf 621,7 Millionen Franken zu. Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft sank dagegen im Zuge weiterer Zinssenkungen von Notenbanken um 12 Prozent auf 307,7 Millionen Franken.
Deutlich mehr Boni
Der Personalbestand blieb mit 5891 Vollzeitbeschäftigten per Ende 2025 praktisch stabil, darin eingeschlossen sind umgerechnet 37 Vollzeitstellen aus der Akquisition in Australien. Der Personalaufwand stieg dagegen um 10 Prozent auf 1,77 Milliarden, was «namentlich die Akquisition in Australien und erhöhte leistungsabhängige Vergütungskomponenten widerspiegelt». Der Sachaufwand sank dagegen um 3 Prozent auf 453,7 Millionen Franken, dies nachdem verschiedene Auf- und Ausbauprojekte in die Konsolidierungsphase übergegangen seien.
Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich damit von 78,0 auf 76,8 Prozent. Der Konzerngewinn stieg um 25 Prozent auf 445,6 Millionen Franken. Dies sei «das bisher stärkste operative Jahresergebnis» in der mehr als 90-jährigen Unternehmensgeschichte der Bank.
Hohe Sonderdividende
Prinz Max von und zu Liechtenstein, Chairman der LGT: «Das Jahr 2025 hat erneut bestätigt, dass die konsequente Umsetzung unserer langfristigen Strategie Wirkung zeigt. Als Familienunternehmen denken wir in Generationen – das ist der Kompass für unsere Entscheidungen und die Grundlage des Vertrauens, das unsere Kundinnen und Kunden uns entgegenbringen.»
Das Eigenkapital der LGT belief sich per Ende 2025 auf noch 5,5 Milliarden Franken, 500 Millionen Franken weniger als im Vorjahr. Grund ist unter anderem eine Sonderdividende von 703 Millionen Franken an das Fürstenhaus als Eigentümer der LGT für das Jahr 2025.
Auf Anfrage von finews.ch heisst es dazu: «Die Sonderdividende steht im Zusammenhang mit den im Jahr 2025 umgesetzten Bilanzmassnahmen im regulatorischen Umfeld von CRR III.» In diesem Zuge habe das Fürstenhaus von Liechtenstein als Eigentümerin der LGT «ausgewählte Anlagen» übernommen, die unter der europäischen Capital Requirements Regulation künftig mit höheren Kapitalanforderungen belastet worden wären. Genauere Angaben über die «ausgewählten Anlagen», gibt es von der Bank nicht. Das Fürstenhaus habe als Eigentümerin auch in der Vergangenheit in einzelnen Jahren zusätzliche Ausschüttungen vorgenommen.
Die LGT sei mit einer CET1-Kapitalquote von 19,2 Prozent per Ende 2025 sehr gut kapitalisiert und verfüge über eine hohe Liquidität, schreibt die Bank weiter.
Verwaltete Vermögen wachsen
Die LGT verzeichnete im Jahr 2025 organische Netto-Neugelder in Höhe von 11,4 Milliarden Franken, was einer «soliden Wachstumsrate» von 3,1 Prozent entspreche. Nach dem ersten Halbjahr hatte die LGT 5,9 Milliarden Neugelder gemeldet, im Vorjahr waren es total 11,9 Milliarden Franken gewesen.
Sowohl das Private Banking als auch das Asset Management trugen laut Mitteilung zum Neugeldzufluss bei. Die verwalteten Vermögen stiegen per Ende 2025 um 5 Prozent auf 386,1 Milliarden Franken, «unterstützt durch den Netto-Neugeldzufluss, eine starke Markt- und Investmentperformance sowie den Vermögenszuwachs in Höhe von 2,9 Milliarden Franken aus der Akquisition in Australien».
Laut der Bank liege der Fokus «weiterhin auf der Stärkung der bestehenden Märkte und der Realisierung von Synergien und Skaleneffekten aus den Wachstumsinvestitionen der vergangenen Jahre». In Deutschland ist die LGT nun mit Hamburg, Frankfurt, Köln, Düsseldorf und dem Anfang 2026 eröffneten Standort in München in allen relevanten Private-Banking-Zentren präsent. LGT Capital Partners ist seit 2025 auch in Singapur vertreten.













