WEF und CfC St. Moritz: Einblicke in die verrücktesten Investments
2026 startete mit einem Paukenschlag. Nach den politischen Turbulenzen, die durch neue Zölle 2025 ausgelöst wurden, begann das neue Jahr mit einer Welle unvorhersehbarer geopolitischer Entwicklungen, die globale Märkte erschütterten.
Nächste Woche steht die Schweiz im Fokus: Am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos treffen sich die Staats- und Regierungschefs sowie einflussreiche Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Unterhaltung. Unter anderem hat auch US-Präsident Donald Trump seine Teilnahme angekündigt. Fast parallel dazu geht derzeit in St. Moritz die CfC (Crypto Finance Conference) über die Bühne, wo Antworten auf die Herausforderungen der Zentralbanken und die Veränderungen der Geldpolitik gesucht werden.
Neben aktuellen politischen Themen werden die exklusiven Konferenzen auch neue, ungewöhnliche Investmentmöglichkeiten beleuchtet: von Asteroiden-Bergbau bis hin zu einer europäischen Digitalwährung. Im Fokus stehen Entwicklungen, die das globale Wirtschaftsparadigma grundlegend verändern könnten.
Marc Bernegger, Mitgründer der Crypto Finance Conference in St. Moritz, des Longevity Investors Lunch und des Future Investments Circle in Davos, gibt Einblicke in einige der spannendsten und ungewöhnlichsten Investmentthemen und Trends, über die bei den exklusiven Events in Davos und St. Moritz diskutiert werden.
Ein neuer Kosmos

Die Gewinnung von Rohstoffen von Asteroiden ist bei Investoren immer mehr ein Thema. (Bild: Pixabay)
Die Wirtschaft von morgen scheint sich zunehmend jenseits der Erdumlaufbahn abzuspielen: dem Weltall. Die Space Economy könnte laut Bernegger bis 2035 ein Volumen von über 1,8 Billionen Dollar erreichen. Deswegen hat er kürzlich den Future Investments Circle gegründet, der dieses Jahr erstmals in Davos stattfinden wird. Die Veranstaltung bündelt Präsentationen der wichtigsten Branchentrends, viele davon weit über das hinausgehend, was als konventionell gilt.
Ein zentrales Zukunftsfeld ist der Asteroiden-Bergbau. Dabei werden Rohstoffe von Asteroiden gewonnen und zurück zur Erde transportiert. «Im Moment konzentriert sich der Asteroiden-Bergbau vor allem auf Gold und Diamanten», erklärt Bernegger. «Gold und, bis zu einem gewissen Grad, andere Materialien wie seltene Erden sind im Weltraum relativ reichlich vorhanden.» Für Investoren eröffnen sich so völlig neue Märkte, die die globalen Rohstoffmärkte in den kommenden Jahrzehnten neu gestalten könnten.
Ein weiteres aufkommendes Thema ist der kommerzielle Weltraumtourismus, den Bernegger mit den Anfängen der Luftfahrt vergleicht: «Als die ersten Menschen nach New York flogen, sagten viele, das würde nie passieren. Irgendwann wird es normal sein, bei Wunsch ins All zu reisen. Natürlich wird es zunächst nicht für alle zugänglich sein.»
Darüber hinaus stehen die Entwicklung einer Mond-Wirtschaft, Möglichkeiten zur Besiedlung des Mondes und die rasant wachsende Schwerelosigkeitsindustrie auf der Agenda. «In der Schwerelosigkeit laufen chemische und biologische Prozesse anders, einfach weil man schwerelos ist. Heute gibt es bereits viele Unternehmen, die Experimente durchführen und Moleküle im Weltraum studieren», sagt Bernegger.
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