Sie ist das Gesicht hinter dem Elite-Event mit Trump Jr. in Zürich

Sie ist zackig, immer auf Draht und hat ein gutes Gespür für die Bedürfnisse der Ultra-Reichen: Irene Vantaraki

Einen Namen machte sie sich mit dem Greek House, einer der bekanntesten unabhängigen Plattformen rund um das World Economic Forum (WEF) in Davos. Gegründet wurde das Format von Irene Vantaraki mit dem Ziel, Griechenland während des WEF als internationalen Investitions-, Wirtschafts- und Dialogstandort sichtbarer zu machen. 

Im Zentrum stehen exklusive Networking-Events, Roundtables, private Dinner und hochrangige Gespräche zwischen Vertretern aus Politik, Finanzindustrie, Unternehmertum, Diplomatie und Technologie.

Das Format gilt mittlerweile als wichtiger Side-Event-Hub während der WEF-Woche und trug wesentlich dazu bei, Vantarakis Netzwerkplattform später unter dem Namen Davos Lodge international auszubauen. 

Ihr jüngster Coup: Sie expandiert und bringt das Format mit dem «Global Economic Roundtable» Anfang Juni nach Zürich. Prominenter Gast: Donald Trump Jr. Die Nachfrage nach Tickets ist laut Vantaraki sehr gross – Einlass wird jedoch nur auf Einladung gewährt.


Frau Vantarakis, die Davos Lodge hat sich abseits des offiziellen WEF einen Namen als exklusiven Treffpunkt insbesondere für Investoren gemacht. Ist dies Zufall, oder steckt dahinter ein ganz bewusster Plan?

Die Davos Lodge begann nicht als grosses Konzept, sondern aus der Überzeugung heraus, dass die wichtigsten Gespräche in Davos nicht auf den Bühnen stattfinden. Sie entstehen in kleineren Räumen zwischen Menschen, die sich vertrauen, um offen miteinander zu sprechen. 

Genau darum haben wir unser Format aufgebaut: ohne Spektakel, ohne überinszeniertes Programm und ohne übertriebene Markenpräsenz. Wir bieten Privatsphäre, Präzision und unmittelbaren Zugang zu echten Entscheidungsträgern. 

«Menschen sprechen anders, wenn sie wissen, dass sie sich auf neutralem Boden befinden.»

Dadurch entsteht ein Umfeld, in dem Immobilieninvestoren, Vertreter von Staatsfonds, Private-Equity-Manager oder politische Führungspersönlichkeiten offen über Kapitalflüsse, geopolitische Risiken und globale Strategien diskutieren können – ohne Kameras und ohne öffentliche Inszenierung. 

Diese Zurückhaltung hat Vertrauen geschaffen. Und Vertrauen wiederum hat unsere Reputation aufgebaut.

Nun bringen Sie dieses Format am 4. Juni mit dem «Global Economic Roundtable – Who Shapes the Global Economy» nach Zürich; unter anderem mit Donald Trump Jr. Weshalb?

Der «Global Economic Roundtable» ist die logische Weiterentwicklung. Zürich war dabei eine sehr bewusste strategische Entscheidung. Die Neutralität der Schweiz ist weit mehr als eine politische Tradition – sie ist gelebte Vertrauenskultur. 

Menschen sprechen anders, wenn sie wissen, dass sie sich auf neutralem Boden befinden. Gleichzeitig verfügt die Schweiz über eine aussergewöhnliche Finanzinfrastruktur, ein stabiles wirtschaftliches Umfeld und eine hohe internationale Glaubwürdigkeit. Das macht Zürich zum idealen Ort für einen solchen Dialog. 

Uns ist zudem wichtig, dass die Schweiz nicht nur Gastgeberin ist. Wir wollen Schweizer Stimmen, Schweizer Institutionen und Schweizer Perspektiven aktiv in die Diskussion einbinden.

Obwohl die Nachfrage gross ist, wird Eintritt nur auf Einladung gewährt. Weshalb?

Unsere Gäste kommen aus der ganzen Welt: aus der Finanzindustrie, aus Zentralbanken, der Geopolitik und internationalen Wirtschaftsinstitutionen. Der Auswahlprozess ist dabei zentral. Wir bauen kein Publikum auf, sondern stellen bewusst einen Raum zusammen. 

Jede Einladung ist persönlich, sorgfältig geprüft und zielgerichtet. Uns geht es nicht um Sichtbarkeit oder Titel. Entscheidend ist Relevanz. 

«Wir stellen Menschen nicht auf eine Bühne, damit sie füreinander performen. Wir bringen sie an einen Tisch, damit sie gemeinsam nachdenken können.»

Wir möchten Menschen zusammenbringen, die die globale Wirtschaft tatsächlich mitgestalten – und nicht nur kommentieren. 

Genau deshalb funktioniert das Format. Wenn sich ausschliesslich Entscheidungsträger im Raum befinden, verändert sich die Qualität der Gespräche fundamental.

Weshalb braucht es neben den etablierten Gipfeltreffen und Wirtschaftsforen überhaupt noch ein Format wie den «Global Economic Roundtable»?

Die meisten Foren basieren auf Programmpunkten – Panels, Keynotes oder Side Events. Unser Format basiert auf Gesprächen. 

Das ist ein entscheidender Unterschied: Wir stellen Menschen nicht auf eine Bühne, damit sie füreinander performen. Wir bringen sie an einen Tisch, damit sie gemeinsam nachdenken können. 

Unsere Erfahrung zeigt, dass genau solche Roundtable-Formate Beziehungen und Resultate hervorbringen, die weit über den Anlass hinaus Bestand haben. 

In einer Welt, die immer lauter, fragmentierter und von Konferenzen überflutet wird, ist das Wertvollste, was wir anbieten können, letztlich genau das, was wir immer angeboten haben: einen Raum, in dem ernsthafte Menschen ernsthafte Gespräche führen können – ohne Ablenkung und ohne Inszenierung.