VZ zieht Neugelder an und steigert Gewinn
Die auf Finanzberatung, Vermögensverwaltung und Altersvorsorge spezialisierte VZ Gruppe hat von Zuflüssen an Kundengeldern und einer hohen Nachfrage an Beratung profitiert. Das Unternehmen mit Sitz in Zürich erzielte 2025 einen Reingewinn von 236,4 Millionen Franken. Zum Vorjahr ist das ein Plus von 7,9 Prozent, wie das Unternehmen am Freitag mitteilt.
Die Erträge stiegen um 9,4 Prozent auf 574,5 Millionen Franken an. Hauptertragspfeiler sind dabei weiter die Erträge aus verwalteten Vermögen. Sie legten sogar um 15 Prozent auf 382,1 Millionen Franken zu. Wie erwartet seien einzig die Bankerträge zurückgegangen, heisst es weiter. Als Folge der tieferen Zinsen nahmen sie um 10 Prozent ab.
Kundenzuwachs treibt verwaltete Vermögen
2025 liessen sich erneut mehr Privatpersonen und Unternehmen bei VZ beraten. Die Beratungserträge verzeichneten ein Plus von 13,4 Prozent. Netto hätten sich rund 10’500 Kundinnen und Kunden neu für mindestens eine der VZ-Plattformen entschieden. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Bestand damit um 12,7 Prozent auf 94’433 Kunden.
Das machte sich auch bei den Kundengeldern bemerkbar. Netto wurden Neugelder im Umfang von 5,8 Milliarden Franken verbucht, nach 5,1 Milliarden im Vorjahreszeitraum.
Die verwalteten Vermögen wuchsen im Jahresverlauf um deutliche 16,6 Prozent auf 61,8 Milliarden Franken. Das bilde laut Unternehmen eine gute Basis für die künftige Ertragsentwicklung.
Die Gewinnsteigerung soll auch den Aktionären zugutekommen. Der Verwaltungsrat schlägt eine Erhöhung der Dividende auf 2.95 Franken je Aktie vor (Vorjahr 2.73 Franken). Damit würden 50 Prozent des Reingewinns an die Aktionäre ausgeschüttet.
Für das laufende Jahr rechnet Giulio Vitarelli, der Vorsitzende der Geschäftsleitung, damit, dass sich das Wachstum der Erträge und des Reingewinns wieder dem Durchschnitt der vergangenen Jahre annähert. «Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach unserer Expertise wie in den Vorjahren weiter zunimmt. Weil die Zinserträge vorerst tiefer bleiben, wird das Wachstum der Bankerträge im ersten Halbjahr noch gebremst», sagt er.
Langjähriger Verwaltungsrat scheidet aus
Ein langjähriges Verwaltungsratsmitglied hat sein Ausscheiden angekündigt. Albrecht Langhart hat nach mehr als 30 Jahren im Aufsichtsgremium angekündigt an der nächsten Generalversammlung am 27. März nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten. Damit kommt es zudem zu einer Verkleinerung des Gremiums von derzeit sieben auf dann sechs Mitglieder, wie es weiter heisst.
«Der Verwaltungsrat dankt Albrecht Langhart dafür, dass er die Entwicklung unseres Unternehmens vom kleinen Start-up im Jahr 1993 bis zur heutigen Grösse engagiert und kompetent begleitet hat», sagt Verwaltungsratspräsident Matthias Reinhart.















