Bitcoin Suisse CEO: «Die Situation für unsere Leute ist alles andere als einfach»

Nur gerade einen Steinwurf vom alten Standort entfernt hat Bitcoin Suisse vor Kurzem in der Stadt Zug neue Räumlichkeiten bezogen. Plant der Schweizer Krypto-Pionier einen Ausbau? «Nein, der Umzug ermöglicht es uns, zwei Büros unter einem Dach zusammen zu bringen. Dies erleichtert die Arbeit für unsere Mitarbeiter», sagt CEO Andrej Majcen im Podcast von finews. 

Einfach war die Suche nach neuen, modernen Räumlichkeiten in Zug nicht. Man habe sich auch Objekte ausserhalb von Zug angeschaut. «Wir sind froh, haben wir was in Zug gefunden. Zug ist ein fixer Bestandteil unserer DNA», sagt Majcen. 

Team bangt in Abu Dhabi

Majcen ist vor gut einer Woche mit seiner Familie aus Abu Dhabi in die Schweiz geflogen. «Wir hatten Glück. Wir konnten noch rechtzeitig raus», sagt er. Einige Kolleginnen und Kollegen von Bitcoin Suisse, die in Middle East ein paar Ferientage verbringen wollten, sitzen hingegen fest. Genauso ungemütlich ist die Situation für das örtliche Team von Bitcoin Suisse in Abu Dhabi. «Ich bin jeden Tag in Kontakt mit meinen Kolleginnen und Kollegen und wir versuchen, zu tun, was wir können», sagt Majcen: «Die Situation für unsere Leute ist alles andere als einfach. Unsere Leute haben Angst.»

Bitcoin Suisse strebt in Abu Dhabi eine Lizenz als Effektenhändler an. Ziel ist es Derivathandelsplattform aufzubauen. Eine erste Hürde konnte im Mai 2025 genommen werden. Nun befindet sich Bitcoin Suisse im Endspurt, wie es Majcen betont. Er hoffe, dass die Genehmigung in den nächsten Monaten vorliege.  

Majcen macht im Podcast auch erstmals Angaben zum Geschäftsverlauf im vergangenen Jahr; der definitive Abschluss liegt noch nicht vor. «Unser Geschäft ist gewachsen, vor allem jenes mit Bitcoin», sagt er. Vor allem seinen verstärkt institutionelle Kunden eingestiegen. Bei den anderen Digitalwährungen sei das Wachstum hingegen verhalten gewesen. Zudem hat Bitcoin Suisse investiert. Ein Rekordabschluss ist deshalb nicht zu erwarten. Selbst ein kleiner Verlust schliesst Majcen nicht aus. 

Der Bezug der neuen Räumlichkeiten in Zug ist laut Majcen auch als Bekenntnis zum Standort Zug zu verstehen. Er schliesst aber nicht aus, dass demnächst der eine oder andere dem Crypto Valley den Rücken zukehrt. Majcen: «Andere Standorte haben massiv zugelegt. In der Schweiz ist die Innovation zuletzt dagegen ausgeblieben.»

Der Bitcoin-Suisse-CEO ist nach wie vor von den Stärken des Crypto Valley überzeugt: «Schweiz bleibt attraktiv, aber man muss auch was dafür tun.» 

Mehr dazu gibt es im Podcast von finews. 

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