GZO verschiebt Gläubigerversammlung – Übernahmeangebot

Die GZO AG Spital Wetzikon die auf Mitte Mai geplante Gläubigerversammlung auf unbestimmten Termin verschoben. In ihrer Mitteilung vom Mittwoch verweist das Unternehmen darauf, dass man seit längerem im Austausch mit Gläubigern und potenziellen Investoren stehe. Alle eingegangenen Angebote würden sorgfältig geprüft. «Aktuell liegt ein konkretes, schriftliches Angebot vor, das im Vergleich zum vorliegenden Sanierungsplan eine potenziell höhere Nachlassdividende für die Gläubiger versprechen könnte», heisst es weiter.

Von wem die Offerte unterbreitet wurde, wird nicht mitgeteilt. Man habe sich während der laufenden Prüfung auf Vertraulichkeit verständigt.

Dabei könnte es sich um die Klinikgruppe Swiss Medical Network (SMN) der Dachgesellschaft Aevis Victoria handeln. Die Beteiligungsgesellschaft hatte Anfang April auf Anfrage von finews gesagt, dass Swiss Medical Network bereitstehe, sich für eine Lösung zu engagieren, mit der die Weiterführung des Spitalbetriebs in Wetzikon gesichert werden könnte.

Neuer externer Spitalbetreiber

Laut GZO sieht das Angebot vor, dass sämtliche betriebsnotwendigen Vermögenswerte an einen Investor verkauft werden und der Betrieb des Spitals durch einen externen Spitalbetreiber fortgeführt wird. Es sei allerdings an wesentliche Vollzugsbedingungen geknüpft, wie etwa die Übertragung aller Leistungsaufträge auf die neue Spitalbetreibergesellschaft.

Um die Umsetzbarkeit dieses Angebots fundiert abklären zu können, habe man zusammen mit den Sachwaltern eine eingehendere Prüfung eingeleitet.

Das Unternehmen betont, dass die Arbeiten am bisherigen Sanierungskonzept inzwischen abgeschlossen wurden. Es liege ein ausformulierter ordentlicher Nachlassvertrag als Vorschlag bereit. Damit sei sichergestellt, dass den Gläubigern zeitnah ein nachhaltiger Nachlassvertrag zur Abstimmung vorgelegt werden kann, auch wenn sich das nun in Prüfung befindliche Angebot letztlich nicht umsetzen lassen sollte.