Insurtech lanciert ersten KI-Treuhänder mit Finma-Lizenz
Das Insurtech Credura mit Sitz in Freienbach lanciert den ersten durch die Finma-lizenzierten KI-Treuhänder für Privatpersonen. Gemäss der Mitteilung vom Dienstag soll die Lösung die laufende Betreuung von Versicherungsverträgen automatisieren und eine unabhängige Beratung zu planbaren Kosten ermöglichen.
Konkret soll der digitale Treuhänder von Credura kontinuierlich die bestehenden Policen eines Haushalts analysieren, mit aktuellen Marktbedingungen abgleichen und auf Optimierungsmöglichkeiten hinweisen.
In Sekunden so gründlich wie der Mensch in Stunden?
Credura wurde 2025 von Lucas Widmer und Roman Loosli, der auch ehemaliger CTO des Fintechs Stableton ist, gegründet. Loosli kommentiert die Lancierung: «Ein menschlicher Berater kann diese Tiefe nur mit erheblichem Zeit- und Kostenaufwand erreichen. Unsere Technologie ermöglicht die gleiche Gründlichkeit in Sekunden. Dadurch wird eine kontinuierliche Betreuung erstmals wirtschaftlich tragfähig.»
Schnittstellen zu 17 grösseren Versicherern vereinfachen den Datenaustausch, während der Marktvergleich für alle Anbieter erfolgt. Laut Credura haben bereits mehrere hundert Haushalte den digitalen Treuhänder im Rahmen der Pilotphase genutzt.
Interaktives Cockpit
Die Kunden können über ein interaktives digitales Cockpit Versicherungsfragen direkt klären. Individuelle Fragen zum Leistungsumfang oder Deckungsszenarien beantwortet die KI direkt, indem sie auf Originaldokumente zugreift. Auch Anliegen und Schadensmeldungen können digital eingereicht werden, das System übernimmt dann die Kommunikation mit den Versicherern.
Credura bietet die Wahl zwischen einem Honorarmodell mit einer Flatrate und einem Provisionsmodell an. Widmer hält dazu fest: «Damit etablieren wir ein Modell, das Verbraucherinnen und Verbrauchern erstmals den Zugang zu einer Beratung auf Basis eines Pauschalhonorars eröffnet.»














