Helvetia wird Baloise-Blau – und muss eine Milliarde amortisieren

Die neue Marke «Helvetia» soll im laufenden Jahr 2026 schrittweise in den verschiedenen Märkten eingeführt werden, heisst es im einer Mitteilung vom Donnerstag. Die Marke bilde die Basis für einen erfolgreichen und modernen Marktauftritt. Der einheitliche Auftritt werde über alle Ländereinheiten lanciert.

Bei der optischen Umsetzung komme es zu einer Verschmelzung der arrivierten Wortmarke «Helvetia» mit der erst 2022 durch ein Rebranding modernisierten Bildmarke sowie der Farb- und Schriftwelt von Baloise.

Prägend für die Identität

Der gruppenweit einheitliche Markenauftritt habe eine entscheidende Bedeutung und sei prägend für die Identität in den insgesamt acht Ländermärkten. «Mit dem Namen Helvetia verfügen wir über ein in den Ländereinheiten und Sprachregionen universell einsetzbares Qualitätsmerkmal», sagt CEO Fabian Rupprecht.

Der Abschied von «Baloise» als Marke hat auch bilanztechnische Folgen. Aufgrund der geltenden IFRS-Regelungen muss die Wortmarke «Baloise» aktiviert und über die Zeit amortisiert werden, schreibt das fusionierte Unternehmen weiter.

Hoher Amortisierung im Geschäftsjahr 2026

Daraus resultiert für das Geschäftsjahr 2026 ein vorgezogener IFRS-Amortisierungsaufwand von insgesamt 1,0 bis 1,1 Milliarden Franken nach Steuern. Das entspreche rund zwei Drittel der Gesamtsumme der Amortisationen für den Markenwert «Baloise».

Für die Folgejahre sinkt dann der Aufwand. Für 2027 bis 2030 wird mit einer Amortisation von 75 Millionen bis 125 Millionen pro Jahr gerechnet. Danach bis zur vollständigen Amortisation der Marke im Jahr 2040 geht der Versicherer von knapp 10 Millionen aus.