Suva regelt Führungswechsel intern
Bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) mit Hauptsitz in Luzern kommt es zu einem Stabwechsel.
Nach elf Jahren als Vorsitzender der Geschäftsleitung (und ingesamt 18 Jahren Betriebszugehörigkeit) wird Felix Weber die Suva im Februar 2027 verlassen, um «sich in Zukunft vermehrt persönlichen Interessen und einzelnen Mandaten zu widmen», wie es in der Mitteilung vom Freitag heisst. Sein Nachfolger, der am 1. Januar 2027 den Vorsitz übernehmen wird, heisst Daniel Roscher. Er leitet heute das Departements Schadenmanagement und Rehabilitation und ist bereits seit 2016 Mitglied der Suva-Geschäftsleitung.
Schlüsselrollen bei der Tarifgestaltung und den Reha-Kliniken
Roscher ist auch für die Militärversicherung verantwortlich und präsidiert den Klinikrat der beiden Rehabilitationskliniken in Bellikon und Sion. Zudem ist er Präsident der Medizinaltarif-Kommission UVG und Verwaltungsrat der SwissDRG AG, einer Institution der Leistungserbringer, der Versicherer sowie der Kantone im schweizerischen Gesundheitssystem, die für die Entwicklung der stationären Tarifstrukturen verantwortlich ist.
Roscher kennt den Versicherer à fond. Er ist seit 1997 in der Anstalt tätig und war Direktor der Agentur Zürich. Neben dem Vorsitz übernimmt er von Weber auch die Leitung des Departements Kunden und Partnermanagement. Den Klinikrat der beiden Rehabilitationskliniken wird er weiterhin präsidieren. Erste berufliche Erfahrungen sammelte Roscher beim Versicherungskonzern Zurich, wo er u.a. in der Direktion Zürich-Stadt als Leiter Personenversicherungen, Grosskundengeschäft Schaden und Underwriting amtete.
Ein gewichtiger institutioneller Anleger
Andreas Rickenbacher, Präsident des Suva-Rats, kommentiert: «Daniel Roscher bringt umfangreiche Erfahrung im Versicherungs- und Gesundheitswesen mit und hat strategischen Weitblick und Innovationsgeist bewiesen. Die Suva ist im Schadenmanagement heute Vorreiterin bei der Digitalisierung von Prozessen und Angeboten rund um die Bedürfnisse von Kundinnen und Kunden.»
Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt insgesamt über 4'700 Mitarbeiter und versichert mehr als 138'000 Unternehmen mit über 2,2 Millionen Berufstätigen gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten (viele Betriebe bzw. Branchen unterstehen einem Suva-Obligatorium). Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.
Mit einem Anlagevermögen von 59 Milliarden Franken gehört die Suva zur Gruppe der grössten inländischen institutionellen Investoren – und ist entsprechend auch am Finanzmarkt ein gewichtiger Akteur.













