Berner Kantonalbank mit Gewinnrückgang

Die Berner Kantonalbank AG (BEKB) hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn von 175,4 Millionen Franken abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 2,9 Prozent, wie den am Donnerstag publizierten Zahlen zu entnehmen ist.

Das «sehr erfreuliche Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft» habe das «markant tiefere Zinsengeschäft» weitgehend kompensieren können, heisst es weiter.

Der anhaltende Margendruck führte im Zinsengeschäft zu einem Rückgang des Erfolgs. Gegenüber dem Vorjahr ging hier der Netto-Erfolg um 4,0 Prozent auf 376,7 Millionen Franken zurück.

Das Geschäftsvolumen insgesamt war positiv. Im Hypothekar- und Kundenausleihungsgeschäft verzeichnete die BEKB ein Wachstum von 4,6 Prozent auf 31,94 Milliarden Franken. Dies sei getragen von einer weiterhin hohen Nachfrage sowie einem fortgesetzten Kundenzuwachs, heisst es weiter. Die Kundeneinlagen legten um 3,8 Prozent auf 28,09 Milliarden Franken zu.

«Ein Zinsumfeld um null Prozent ist für Banken eine der grössten Herausforderungen», sagt BEKB-CEO Armin Brun. «Umso wichtiger ist es, dass wir auch 2025 ein gutes Ergebnis erzielen und unsere Stabilität unter Beweis stellen konnten.»

Abhängigkeit vom Zinsengeschäft reduziert

Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft entwickelte sich «deutlich positiv», betont die BEKB weiter. Hier verbesserte sich der Erfolg um 9,5 Prozent auf 126,0 Millionen Franken. Die steigende Nachfrage nach Anlage-, Vorsorge- und Beratungsdienstleistungen habe einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung des Gesamtertrags geleistet und die Abhängigkeit vom Zinsengeschäft reduziert.

Das verwaltete Vermögen legte um 5,8 Prozent auf 45,31 Milliarden Franken zu. Das Depotvermögen stieg dank eines Netto-Neugeld-Zuflusses von 0,7 Milliarden Franken auf 23 Milliarden Franken. Der Handelserfolg lag hingegen mit 21,9 Millionen Franken um rund 13 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Investitionen In IT und Digitalisierung

Die BEKB habe in zusätzliche Mitarbeitende investiert. Mit der Schaffung eines Departements für IT-Management und Value Streams sei die digitale Transformation organisatorisch gestärkt und zentral verankert worden. Zudem wurde in IT, Cybersicherheit, Automatisierung und digitale Weiterentwicklung investiert. Der Geschäftsaufwand stieg um 5,1 Prozent auf 280,5 Millionen Franken.

2026 werde der Fokus auf den weiteren Ausbau des Anlage- sowie des Kommissions- und Dienstleistungsgeschäfts liegen, heisst es zum Ausblick. Trotz des weiterhin anspruchsvollen Umfelds mit tiefem Zinsniveau strebe man dank ihrer soliden Ausgangslage ein Ergebnis auf Vorjahresniveau an.