Blackrock verdient besser als erwartet

Die Nettomittelzuflüsse in langfristige Investmentfonds beliefen laut sich laut Blackrock auf 136 Milliarden US-Dollar. Das ist deutlich weniger, als die 152 Milliarden US-Dollar, welche von Bloomberg befragten Analysten zuvor im Schnitt geschätzt hatten. Börsengehandelte Fonds (ETFs) verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 132 Milliarden US-Dollar. 

Auffällig ist, dass in den drei Monaten aus Geldmarkt- und Cash-Management-Konten insgesamt 6 Milliarden US-Dollar abgezogen wurden. Ebenfalls auffällig: Im Index-Geschäft mit den institutionellen Kunden flossen allein in den vergangenen drei Monaten 35 Milliarden Dollar ab. Im Vergleich der abgelaufenen 12 Monate sind es sogar netto 108 Milliarden Dollar weniger. Trotz diesem deutlichen Rückgang meldet Blackrock im Jahresvergleich noch ein Plus von 620 Milliarden Dollar an langfristigen Anlagen und 124 Milliarden Dollar als «Cash management net flows».

Neugeld trotz Einschränkungen

Der Quartals-Umsatz legte gegenüber dem Vorjahr um 27 Prozent auf 6,7 Milliarden US-Dollar zu. Der Betriebsgewinn stieg sogar um 66 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie stieg um elf Prozent auf 12.53 US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 11.48 US-Dollar.

Blackrock verfolgt weiterhin eine aggressive Wachstumsstrategie im Bereich privater Kredite und Infrastruktur. Dies wurde durch die Übernahme von HPS Investment Partners für 12 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr verdeutlicht. Im vergangenen Quartal gab es jedoch auch Herausforderungen, insbesondere im Bereich der privaten Kredite: BlackRock sah sich einem Anstieg der Rücknahmeanfragen aus dem HPS Corporate Lending Fund gegenüber.  Das Unternehmen habe Nettozuflüsse in Privatmarktanlagen von neun Milliarden US-Dollar verzeichnet, die «angeführt von 'Private Credit' und Infrastruktur seien, wo wir eine starke Dynamik bei der Mittelbeschaffung und dem Kapitaleinsatz haben», sagte CEO Laurence Fink.

Im vorbörslichen Handel an der Nasdaq legte die Aktie um rund zwei Prozent zu.

Schon am Montag hatte Goldman Sachs für das erste Quartal einen kräftigen Gewinnanstieg gemeldet. Die Wall-Street-Bank hat von der Dynamik im Emissions- und Beratungsgeschäft sowie im Aktienhandel profitiert.