UBS schreibt höheren Gewinn und überschreitet magische Grenze
Die UBS erzielte im vierten Quartal 2025 einen Reingewinn von 1,2 Milliarden Dollar und im Geschäftsjahr einen von 7,8 Milliarden Dollar. Dies geht aus den am Mittwoch präsentierten Zahlen hervor.
Damit war die Schweizer Grossbank deutlich besser unterwegs, als dies Analysten erwartetet hatten und sie bewegt sich wieder auf dem Niveau vor dem Start des Integrationsprozess der Credit Suisse. Der Reingewinn im letzten Quartal 2025 lag 56 Prozent höher gegenüber dem Vorjahreszeitraum, jener für das Gesamtjahr um 53 Prozent. UBS-CEO Sergio Ermotti spricht von einem «ausgezeichneten Ergebnis».
Davon sollen auch die Aktionäre profitieren. Die UBS beantragt an der kommenden Generalversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 1.10 Dollar pro Aktie, einem Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Verwaltete Vermögen auf Rekordhoch
2025 war geprägt von einer hohen Kundendynamik: Die verwalteten Vermögen des Konzerns stiegen um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und überschritten damit erstmals die Marke von 7 Billion Dollar. Die Vermögenszuflüsse im für die UBS wichtigen Global Wealth Management betrugen 101 Milliarden Dollar im 2025 (+2,4 Prozent).
Treibende Märkte waren APAC, EMEA und die Schweiz, in der Region Americas musste die Grossbank jedoch Abstriche hinnehmen.
Im Asset Management beliefen sich die Nettoneugeldzuflüsse auf 30,4 Milliarden Dollar (+1,7 Prozent).
Schweiz: 80 Milliarden Franken Kredite
Im Schweiz-Geschäft, das bei der UBS unter Personal&Corporate Banking, läuft, litt die Grossbank unter den tiefen Zinsen: Der Gesamtertrag verringerte sich um 153 Millionen Franken (-8 Prozent) auf 1'830 Millionen Franken. Im Gesamtertrag des vierten Quartals 2025 war ein Verlust von 43 Millionen Franken im Zusammenhang mit einer Beteiligung an der SIX enthalten.
Im 2025 hat die UBS in der Schweiz Kredite von insgesamt 80 Milliarden Franken neu gewährt oder verlängert.
UBS legt im Integrationsprozess höher
Weitere Fortschritte erzielte die UBS beim Integrationsprozess. Rund 85 Prozent der in der Schweiz gebuchten Konten konnten mittlerweile erfolgreich auf die UBS-Plattform überführt werden, heisst es weiter. Der Migrations-Prozess bei Personal&Corporate Banking und die Integration bei Asset Management sind laut der UBS «im Wesentlichen abgeschlossen». Im ersten Quartal 2026 will die Bank die Überführung der Kunden- und Fondskonten sowie Depots abschliessen.
Wie die UBS weiter begannt gab, wurden im Rahmen des Integrationsprozesses 71'000 Server stillgelegt und im vierten Quartal drei weitere Rechenzentren geschlossen; total sind damit zehn Rechenzentren stillgelegt.
Die Abwicklung von Non-core and Legacy schritt 2025 weiter vorwärts. Die risikogewichteten Aktiven konnten dabei auf 28,8 Milliarden Dollar reduziert werden.
Im vierten Quartal konnten weitere 0,7 Milliarden Dollar eingespart werden. Gesamthaft betragen die Kostensenkungen nun 10,7 Milliarden Dollar und liegen damit über der Zielmarke von 10 Milliarden. Gleichzeitig gab die Bank bekannt, dass sie zusätzliches Einsparpotenzial von 0,5 Milliarden Dollar auf 13,5 Milliarden Dollar ausgemacht hat.
Weitere Aktienrückkäufe geplant
Die UBS strebt eine harte Kernkapitalquote (CET1) von 14,4 Prozent und eine Leverage Ratio (CET1) von 4,4 Prozent an und bis 2028 eine Rendite auf das harte Kernkapital (RoCET1) von 18 Prozent sowie einem Aufwand-Ertrags-Verhältnis von 67 Prozent. Gleichzeitig plant sie weitere Aktienrückkäufe. Fix sind die Rückkäufe von 3 Milliarden in diesem Jahr, mindestens 2 Milliarden davon im ersten Halbjahr.















