Ersparniskasse Schaffhausen hält den Gewinn

Verwaltungsratspräsident Hannes Germann freut sich laut der Mitteilung vom Dienstag, dass die Ersparniskasse Schaffhausen einen erfolgreichen Geschäftsabschluss präsentieren kann. Die Kundengelder haben 2025 um 5,86 Prozent auf 755,6 Millionen Franken zugenommen, das Hypothekarvolumen wuchs noch etwas stärker und erreichte 882,4 Millionen Franken. 

Das Marktumfeld sei geprägt von der Senkung des Leitzinses der Nationalbank auf 0 Prozent, die zu tieferen Nettozinsmargen führte. Wie bei vielen Banken sei auch bei der Ersparniskasse der Netto-Erfolg aus dem Zinsgeschäft zurückgegangen, heisst es. Die 9,61 Millionen Franken sind knapp 8 Prozent weniger als im Vorjahr. 

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsbereich stieg dagegen um 15,4 Prozent auf 4,1 Millionen Franken. «Dies ist ein wesentlicher Faktor in einem Umfeld mit rückläufigen Zinsen», heisst es dazu. 

Mehr Personal

Gleichzeitig investierte die 1817 gegründete Bank in ihre Mitarbeitenden und baute die Zahl der Vollzeitstellen um gut 10 Prozent auf 34 aus. Der Personalaufwand stieg trotzdem nur marginal. Der Sachaufwand war sogar leicht tiefer als im Vorjahr.

Der ausgewiesene Jahresgewinn liegt bei 2,34 Millionen Franken und damit praktisch gleich wie im «sehr erfolgreichen Vorjahr». Der Verwaltungsrat beantragt eine Zuweisung von 1,63 Millionen Franken an die freiwilligen Reserven, womit die Stabilität der Bank weiter gestärkt werde. Der Kundengelddeckungsgrad bleibe mit 83,4 Prozent auch im Vergleich mit Mitbewerbern sehr solide. 

CEO gesucht

Laut der Mitteilung läuft seit Januar die Suche nach einem oder einer neuen CEO. Im vergangenen September hatte Claudio Steffenoni die Leitung der Bank ad interim übernommen. Er folgte auf Ruth Mojentale, die erst im Juli 2024 bei der Ersparniskasse Schaffhausen als CEO gestartet war. 

Die gesellschaftliche Verantwortung sei ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur der ältesten Schaffhauser Bank. So unterstützte die Ersparniskasse ihre Gründerin, die Hülfsgesellschaft Schaffhausen, auch im vergangenen Jahr mit 100'000 Franken.