Wie LLB erfolgreich die Klippen umschifft
Das Konzernergebnis der LLB-Gruppe hat 2025 166,5 Millionen Franken erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Rückgang um 0,4 Prozent. «2025 hat gezeigt, dass Planbarkeit keine Selbstverständlichkeit ist», sagte Verwaltungsratspräsident Georg Wohlwend am Freitagmittag an einer Pressekonferenz.
Tragend waren das diversifizierte Geschäftsmodell, die konsequente Umsetzung der Strategie sowie gezielte Wachstumsinitiativen, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Zudem ist im Jahresabschluss erstmals die ehemalige ZKB Österreich über das ganze Jahr berücksichtigt.
Der Erfolg im Zinsgeschäft ging im vergangenen Jahr um 8,3 Prozent auf 122,9 Millionen Franken zurück. Nach erwarteten Kreditverlusten sank der Erfolg zum Vorjahr um rund 14 Prozent auf 123,5 Millionen Franken.
Die Kundenvermögen wuchsen um 12,2 Prozent bzw. 11,9 Milliarden Franken auf 108,9 Milliarden Franken an. Davon entfallen 3,2 Milliarden Franken auf die Übernahme der ZKB Österreich. Die Netto-Neugeld-Zuflüsse stiegen mit 3,7 Milliarden erneut an, was einer Wachstumsrate von 3,8 Prozent entspricht. Die Net New Loans betrugen 540 Millionen Franken. Dies ist eine Wachstumsrate von 3,3 Prozent.
Andere Bereiche steigern Erfolg
Das Wachstum bei den Kundenvermögen hat einen positiven Einfluss auf das Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft. Der Erfolg in diesem Bereich stieg um 21 Prozent auf 259,2 Millionen Franken. Auch das Handelsgeschäft war mit +9,9 Prozent auf 219,7 Millionen Franken klar positiv. CFO Markus Schifferle geht davon aus, dass dass das Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft aufgrund des Zinsumfeldes an Bedeutung gewinnen wird.
Insgesamt belief sich der Geschäftsertrag auf 611,6 Millionen, ein Zuwachs um 8,1 Prozent.
Die Kosten stiegen kräftiger als der Ertrag. Während der Personalaufwand um 9,1 Prozent höher ausfiel, stieg der Sachaufwand um rund 16 Prozent. Der Personalbestand blieb trotz der Integration der ZKB Österreich mit ihren 100 Mitarbeitenden nahezu unverändert (+8 Stellen). Insgesamt belief sich der Geschäftsaufwand auf 410,4 Millionen Franken (+11 Prozent).
Das Geschäftsvolumen stieg im Jahr 2025 erstmals über die Marke von 125 Milliarden Franken. Die LLB habe ihre Position in den Kernmärkten nachhaltig gestärkt: In Deutschland wuchs das Institut vor allem im Private Banking, in Österreich wurde die LLB durch die Integration der ZKB Österreich zur grössten Vermögensverwalterbank und in der Schweiz vermochte die LLB insbesondere im Firmenkundengeschäft zulegen, wie Group CEO Christoph Reich an der Medienorientierung betonte. Verantwortlich dafür seien das gute organische Wachstum, die Integration der ZKB Österreich sowie die positive Entwicklung der Finanzmärkte gewesen.
Fokus auf Effizienz
«Die konsequente Umsetzung unserer Strategie ACT-26 hat 2025 Wirkung gezeigt und stärkt die Position der LLB-Gruppe nachhaltig», sagt Verwaltungsratspräsident Georg Wohlwend. «Dass wir in einem weiterhin fordernden Umfeld ein solides Jahresergebnis erzielt haben, zeigt die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells.»
Den Aktionären wird eine unveränderte Dividende von 2,80 Franken pro Aktie vorgeschlagen.
Dem Land Liechtenstein seien im Geschäftsjahr 2025 Dividenden und Steuern von 64,6 Millionen Franken gutgeschrieben worden.
Der Ausblick nennt keine konkrete Guidance. Im letzten Jahr der Strategieperiode liegt der Fokus laut Group CEO Christoph Reich nach der Integration der ZKB Österreich auf der Effizienzsteigerung. Dabei will man unter anderem die Digitalisierung vorantreiben.
Die Bank stellt ein «solides Ergebnis» in Aussicht.
Bericht wurde mit zusätzlichen Informationen aus der Medienkonferenz von Freitagmittag ergänzt.















