Sturmfest und ertragsstark: Ersparniskasse Affoltern i.E.

Die Ersparniskasse Affoltern i.E. kann auf ein in vielerlei Hinsicht überzeugendes Jahr zurückblicken, wie die veröffentlichten Zahlen zeigen.

Die Bilanzsumme wuchs im Jahresvergleich um 7,5 Prozent auf 411,6 Mio. Franken. Besonders dynamisch entwickelten sich die Kundenausleihungen, die um 8,4 Prozent auf 344,0 Mio. Franken zunahmen. Gleichzeitig erhöhten sich die Kundengelder um 7,6 Prozent auf 322,2 Mio. Franken. Damit sind 94 Prozent der Ausleihungen durch Kundeneinlagen gedeckt – ein für Regionalbanken zentraler Stabilitätsindikator.

Das Wachstum basiert gemäss dem Jahresbericht somit nicht auf kurzfristigen Marktbewegungen, sondern auf einem soliden, lokal verankerten Geschäftsmodell.

Zinsgeschäft als Ertragstreiber

Der Hauptmotor der Ergebnisverbesserung war das Zinsgeschäft. Der Bruttoerfolg stieg volumen- und margenbedingt um 12,2 Prozent auf 5,2 Millionen Franken, der Nettozinserfolg legte um 12,8 Prozent zu. Auch das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft entwickelte sich positiv, mit einem Erfolg von 441'000 Franken (Vorjahr: 397'000).

Bemerkenswert ist dabei die Kostendisziplin: Trotz gezielter Investitionen in Personal, IT und Infrastruktur verharrte das Kosten-Ertrags-Verhältnis bei tiefen 48 Prozent. Der Geschäftserfolg kletterte um 22,6 Prozent auf 2,7 Mio. Franken – ein überdurchschnittlicher Zuwachs in einem von Unsicherheit geprägten Jahr.

Mehr Eigenmittel, höhere Ausschüttung

Parallel zum operativen Wachstum stärkte die Bank ihre Substanz. Das Eigenkapital erhöhte sich um 4,9 Prozent auf 52,1 Millionen Franken. Der Eigenfinanzierungsgrad beträgt 12,7 Prozent, die risikotragende Substanz 14,3 Prozent der Bilanzsumme. Unter dem Strich resultierte ein Jahresgewinn von 0,76 Millionen Franken.

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung am 28. März eine Erhöhung der Dividende auf die Namenaktie mit dem Nominalwert 100 Franken um 1 Prozentpunkt auf neu 30 Prozent – und sendet damit ein Signal der Zuversicht in die künftige Ertragskraft.

Gut gewappnet für künftige Herausforderungen

Die Ersparniskasse erfüllt weiterhin sämtliche verschärften Anforderungen des Finma-Kleinbankenregimes. Mit hoher Liquidität, robuster Risikostruktur und klarer regionaler Verankerung sieht sich das Institut für ein weiterhin anspruchsvolles wirtschaftliches Umfeld gut gerüstet.

In einem Jahr, in dem viele Marktteilnehmer vorsichtig agierten, setzt die kleine Regionalbank somit ein deutliches Zeichen: Stabilität und Wachstum schliessen sich nicht aus.