Krypto: Sygnum knackt Milliardenmarke mit «Off-Exchange»-Verwahrung

Die in Zürich ansässige Digital-Asset-Bank teilte am Mittwoch mit, dass die Vermögenswerte auf der erst seit 2024 bestehenden Protect-Plattform stark gestiegen sind. Treiber sei die rasche Akzeptanz des Angebots sowohl bei nativen Krypto-Firmen als auch bei Akteuren aus der traditionellen Finanzwelt.

Die Handelsvolumina zogen an, da Marktteilnehmer auch in Phasen erhöhter Volatilität aktiv bleiben wollen – aber ohne ihre Vermögenswerte direkt auf öffentlichen Krypto-Börsen zu halten.

Ausserbörslich, auf Bankniveau

Laut Sygnum stieg das Volumen von Wertschriften auf der Protect-Plattform im Jahr 2025 um mehr als 900 Prozent, mit anhaltender Dynamik im laufenden Jahr. Die Plattform ermöglicht es Kunden, Vermögenswerte ausserbörslich im regulierten Bankenbereich zu halten und gleichzeitig die Fähigkeit zum Handel über grosse Kryptobörsen aufrechtzuerhalten.

Ein wesentlicher Wachstumstreiber, so Sygnum, sei die zunehmende Präsenz technologiegetriebener Händler aus der Welt der traditionellen Finanzindustrie (TradFi). Protect operiert primär für grosse institutionelle Händler, die sowohl bei Sygnum als auch bei globalen Kryptobörsen angebunden sind. Dazu zählen vermehrt technologiegetriebene Akteure aus der traditionellen Finanzwelt, die von den Volatilitätschancen im Kryptomarkt angezogen werden.

Binance, Deribit, Bybit

Sygnum lancierte Protect im Jahr 2024 gemeinsam mit Binance und hat seither weitere Börsenpartner wie Deribit und Bybit angebunden.

Die Bank sieht das starke Wachstum als Teil eines strukturellen Wandels: Institutionelle Standards wie die Trennung von Handels- und Verwahrfunktionen sowie unabhängige Verwahrung setzen sich zunehmend auch in den Märkten für digitale Vermögenswerte durch. Als Sicherheiten werden bei Sygnum auch renditetragende Wertschriften wie US-Staatsanleihen akzeptiert.