Commerzbank-Vize bezeichnet Schweiz und Österreich als «Heimmärkte»
Dieser Satz aus dem Munde von Michael Kotzbauer, Stellvertreter der Vorstandschefin Bettina Orlop und Leiter des Firmenkundengeschäfts, dürfte die Herzen mancher «Commerzbanker» in Zürich (und in Wien) höher schlagen gelassen haben.
In einem Interview mit der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» vom Dienstag hielt Kotzbauer zum Firmenkundengeschäft nämlich fest: «Die Strategie der Commerzbank ist seit jeher, dass wir die Brücke von unseren Heimmärkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Welt und zurück bauen – gerade für den wichtigen Mittelstand. Wenn ein Unternehmen von dort nach Shanghai, Peking oder in die USA geht, egal wohin, dann bedienen wir diesen Weg von und nach Deutschland, Österreich, der Schweiz.»
Internationale Präsenz als Kernelement des Geschäftsmodells
Dass der Vizechef der Commerzbank neben Deutschland die Schweiz und Österreich als «Heimmärkte« bezeichnet, ist eine starke Aussage. Er wies zudem auf «das globale und effiziente Netzwerk aus Niederlassungen und Repräsentanzen» in über 40 Ländern hin. «Die internationale Präsenz ist seit über 150 Jahren ein Kernelement unseres Geschäftsmodells», hob Kotzbauer hervor, der mit 36 Jahren Betriebszugehörigkeit das Prädikat Commerzbank-Urgestein verdient.
Hauptthema des Interviews waren natürlich die Anstrengungen von Unicredit unter CEO Andrea Orcel, die Commerzbank zu übernehmen – und was alles aus der Perspektive der angegriffenen Bank dagegen spricht.
Taktische Gründe?
Daneben äusserte sich Kotzbauer auch zur Konjunktur und zum strukturellen Reformbedarf in Deutschland.
Dass der Vize die Internationalität der Commerzbank unterstreicht und die Schweiz und Österreich als Heimmärkte betrachtet, mag vor dem Hintergrund des Angriffs aus Italien auch taktische Gründe haben. Gefreut haben dürften sich die «Commerzbanker» in den beiden Nachbarländern Deutschlands aber so oder so.













